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Perspektivenwechsel

Dritter

1. FC Magdeburg – VfR Aalen, 18. Spieltag, 3:0 (2:0)

Na bitte, es geht doch! Kaum wünscht man sich an der einen oder anderen Stelle mal einen entspannten Fußballnachmittag mit einem Spiel, das frühzeitig entschieden ist und dann nur noch souverän heruntergespielt werden muss, liefert der 1. FC Magdeburg auch gleich einen der unaufgeregt-überzeugendsten Heimauftritte der jüngeren Drittliga-Geschichte ab. 3:0 heißt es am Ende gegen das bis dato drittstärkste Auswärtsteam der Liga, vor dem letzten Punktspiel des Jahres rangiert man auf Relegationsplatz 3 und untermauert mit einer Vorstellung, bei der der Sieg im Prinzip nie in Gefahr war, seine bockstarke derzeitige Form. Eigentlich unwichtiger, trotzdem aber ganz angenehmer Nebeneffekt: auch tabellarisch steht man nun wieder da, wo man selbstverständlich hingehört: vor Sachsen-Anhalts ewiger Nummer 2.  Weiterlesen →

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Serientäter

Serientäter

FSV Frankfurt – 1. FC Magdeburg, 17. Spieltag, 0:1 (0:1)

Es ist schon bemerkenswert, was der 1. FC Magdeburg derzeit abliefert. Seitdem die Mannschaft im Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock in der 93. Minute noch den Ausgleich hinnehmen musste, gewann man drei Partien in Serien und schaffte es dabei ebenso oft, aus einer jeweils engen Kiste am Ende tatsächlich auch einen Sieg zu machen. Das Ergebnis liest sich dann so: 17 Spiele, 27 Punkte, Tabellenplatz fünf und nur zwei magere Zähler Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz. Oder 9 auf die erste Position unter dem Strich, je nach Laune und Weltbild vermutlich. Gegen den FSV Frankfurt konnte der Club diesmal in beiden Halbzeiten überzeugen, wenngleich mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten: Ließ man die Gastgeber in den ersten 45 Minuten so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen und lag man nach dem Tor von Julius Düker in der 19. Minute zur Pause völlig verdient in Front, verteidigte man das 1:0 in Durchgang 2 klug und engagiert und nahm die drei Punkte unter dem Strich auch verdient mit zurück an die Elbe.  Weiterlesen →

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Im Gespräch mit: Bodo Schmidt (Teil 2)

Bodo Schmidt

181 Bundesligapartien für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, zwei Deutsche Meisterschaften – und zwischen 1998 und 2002 insgesamt 111 Spiele für den 1. FC Magdeburg. Keine Frage: Bodo Schmidt war nicht nur Kapitän der Magdeburger Mannschaft, die den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal warf und in der gleichen Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, sondern um die Jahrtausendwende auch eine der wichtigsten Spielerpersönlichkeiten bei den Größten der Welt. Ich traf unseren ehemaligen Kapitän Ende Oktober in seinem Heimatort Niebüll in Schleswig-Holstein, wir plauderten über Taktik im Amateurfußball, die Neue Deutsche Welle im Herrenkrug Parkhotel, das Leben nach dem Profi-Fußball und natürlich über die Zeit als Spieler beim 1. FC Magdeburg. Ein Interview in drei Teilen (hier geht es zu Teil 1).

Teil 2: Vom Aufstieg, der Insolvenz und dem bürgerlichen Leben nach dem Profi-Fußball

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„Niemand kann uns aufhalten…“

Derbysieger

1. FC Magdeburg – Hallescher FC, 16. Spieltag, 1:0 (1:0)

…nicht mal eine hochnotpeinliche Posse um ein offenbar erst sehr und dann doch überhaupt nicht einsturzgefährdetes Stadion, ein daraus resultierendes “Hüpf-Verbot”, ein Derby-Gegner, der die vergangenen 10 Spiele nicht verloren und in den letzten 4 kein Gegentor kassiert hatte oder eine überharte Sperre unseres Top-Torjägers, der sich die Partie gegen den Halleschen FC von der Tribüne aus ansehen durfte. Eventuell ist es aber einfach auch so, dass der 1. FC Magdeburg in dieser Saison genau dann am besten ist, wenn eigentlich so gut wie alles gegen die Mannschaft spricht. Am Ende einer völlig verrückten Woche und eines trotz (oder wegen?) allem emotionalen und intensiven Derbys stehen drei weitere Punkte auf der Habenseite und was noch viel wichtiger ist: wurde einmal mehr deutlich, wer in Sachsen-Anhalts Fußball die Hosen anhat. Weiterlesen →

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Am Ende des Regenbogens

letztes Aufgebot

SG Sonnenhof Großaspach – 1. FC Magdeburg, 15. Spieltag, 1:3 (1:2)

„Ich hab‘ mal nachgerechnet: Normalerweise müsste ich schon ungefähr 1653 gestorben sein.“

Nein, für schwache Nerven war die Partie des 1. FC Magdeburg bei der SG Sonnenhof Großaspach sicher nichts. Ähnlich wie dem eingangs zitierten Kollegen wird es sicherlich auch dem überwiegenden Teil derjenigen Clubfans gegangen sein, die ihre Mannschaft vor Ort in der „mechatronik-Arena“ unterstützten. Sie wurden Zeuge, wie das eigene Team den Gegner zunächst 30, 35 Minuten lang vollkommen im Griff hatte, in der zweiten Hälfte dann mit viel Glück und Geschick eine 2:1-Halbzeitführung verteidigte und schließlich dank einer überragenden Einzelaktion von Julius Düker mit dem Schlusspfiff den dritten Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach brachte. Nach zuletzt zwei Niederlagen und zwei Unentschieden bestätigt der FCM damit einen Aufwärtstrend, der, dem Gesetz der Serie folgend, im nun anstehenden Derby gegen den Halleschen FC eigentlich nur seine Fortsetzung finden kann.  Weiterlesen →

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Im Gespräch mit: Bodo Schmidt

Bodo Schmidt

181 Bundesligapartien für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, zwei Deutsche Meisterschaften – und zwischen 1998 und 2002 insgesamt 111 Spiele für den 1. FC Magdeburg. Keine Frage: Bodo Schmidt war nicht nur Kapitän der Magdeburger Mannschaft, die den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal warf und in der gleichen Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, sondern um die Jahrtausendwende auch eine der wichtigsten Spielerpersönlichkeiten bei den Größten der Welt. Ich traf unseren ehemaligen Kapitän Ende Oktober in seinem Heimatort Niebüll in Schleswig-Holstein, wir plauderten über Taktik im Amateurfußball, die Neue Deutsche Welle im Herrenkrug Parkhotel, das Leben nach dem Profi-Fußball und natürlich über die Zeit als Spieler beim 1. FC Magdeburg. Ein Interview in drei Teilen.

Teil 1: Wie alles begann – und wie einen ein Telefongespräch in den wilden Fußballosten verschlägt

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Drei verdammte Minuten

Drei verdammte Minuten

1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock, 14. Spieltag, 1:1 (1:0)

Eigentlich muss man ja fast hoffen, dass der F.C. Hansa Rostock und der 1. FC Magdeburg in nächster Zeit nicht aufsteigen – oder wenn, dann gleich beide zusammen. Stimmungstechnisch dürfte das, was dem geneigten Stadiongänger an diesem 14. Spieltag von beiden Fanlagern geboten wurde, jedenfalls das beste sein, was man derzeit im deutschen Punktspielbetrieb erleben kann. In allen Ligen. Dazu kam eine Begegnung, die tatsächlich mit allem aufwartete, was man sich als einigermaßen neutraler Fußballfan unter einem gelungenen Stadionnachmittag vorstellt: ein intensives Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, Kampf, Einsatz und Leidenschaft, die nicht zuletzt in drei Platzverweise mündete, zwei schöne Tore, zwei Fankurven, die sich nichts schenkten und schließlich noch eine zünftige Pyroshow im Gästeblock. Weiterlesen →

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Zugriff!

Zugriff

SSV Jahn Regensburg – 1. FC Magdeburg, 13. Spieltag, 1:1 (0:0)

Neuer Ground, neuer Gegner – und die üblichen 2 Gesichter des 1. FC Magdeburg. Müsste man den 13. Spieltag aus blau-weißer Perspektive knapp zusammenfassen, wären diese Stichworte wohl nicht so ganz falsch gewählt. Am Ende einer entspannten Auswärtsfahrt nach Regensburg steht nach einer ziemlich guten ersten und einer insgesamt enttäuschenden zweiten Hälfte jedenfalls ein weitere Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt auf der Habenseite. Dass daraus keine drei wurden, lag neben einer guten Portion Pech mit zwei Pfostentreffern vor allem daran, dass man die ersten 25, 30 Minuten nach Wiederanpfiff völlig verschlief, den starken Aufsteiger aus Regensburg munter aufspielen ließ und die Chancen, die sich dann doch noch boten, am Ende nicht nutzen konnte. Immerhin: Mit dem Punktgewinn in der schmucken Continental-Arena konnte der Negativtrend mit zuletzt 2 Niederlagen in Folge zunächst gestoppt werden und gab es außerdem etliche gute Ansätze, auf die sich mit Blick auf die nächste Aufgabe gegen Hansa Rostock eigentlich aufbauen lassen sollte. Weiterlesen →

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Mentalitätsmonster

Freakspiel

1. FC Magdeburg – Chemnitzer FC, 12. Spieltag, 2:4 (0:2)

Was für ein Freakspiel. Mit 2:4 verlieren die Größten der Welt in der 12. Runde unter dem Strich verdient gegen starke Chemnitzer, können dabei noch froh sein, dass am Ende nicht sogar 5 oder 6 Gegentore auf der Anzeigetafel stehen und hatten zwischendrin trotzdem noch Möglichkeiten, dem Spiel eine positive Wendung zu geben. Irre eigentlich. Dass es an diesem Nachmittag im Heinz-Krügel-Stadion nicht zu Punkten reichte, lag neben einer merkwürdigen Systemumstellung erneut an zum Teil haarsträubenden Defensivschnitzern, wobei sich sicherlich trefflich darüber streiten lässt, ob Punkt 1 nicht möglicherweise Punkt 2 mit provoziert hat. Wenn dann auch noch ein wenig souveräner Schiedsrichter dazu kommt, die offensive Schaltzentrale in den ersten 45 Minuten ein Totalausfall ist und in einigen guten Situationen einfach auch das Quäntchen Glück fehlt, tja, dann verlierst Du halt so ein Spiel und musst ein wenig aufpassen, dass in absehbarer Zeit der Blick nicht doch wieder eher nach unten geht.  Weiterlesen →

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Du bist niemals alleine

Du bist niemals alleine

FC Rot-Weiß Erfurt – 1. FC Magdeburg, 11. Spieltag, 1:0 (0:0)

…und dann haben wir doch gesungen. Und wie. 25 Minuten schwieg die Kurve im Auswärtsspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt in Gedenken an Hannes. Als sich der proppenvolle Block dann auch akustisch am Geschehen beteiligte, hatte das etwas Befreiendes, Lösendes, und kam da einige mit raus, was sich in den letzten Tagen angestaut hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt war es ein irgendwie unwirklicher Nachmittag im Erfurter Steigerwaldstadion. Eigentlich war alles wie immer und irgendwie war doch alles anders. Gespräche, Stadionimbiss, Platzsuche im Block und das Warten auf das Einlaufen der Mannschaften folgten den üblichen Routinen, trotzdem hatte man aber den Eindruck, dass die vermeintliche Normalität so eine Form von Unsicherheit hatte, die sich eben über die Geschehnisse legt, wenn man versucht, mit einer außergewöhnlichen Situation zurechtzukommen. Weiterlesen →