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Irgendwann…

Union

1. FC Magdeburg – 1. FC Union Berlin, 16. Spieltag, 1:1 (1:0)

Okay, okay, sind wir ehrlich: Bei einem anderen Saisonstart und -verlauf wären wir als Aufsteiger mit einem 1:1 gegen ein Zweitliga-Spitzenteam sicher durchaus zufrieden gewesen. Nun waren Saisonstart und -verlauf aber so, wie sie eben waren und dementsprechend ist dieser eine Punkt gegen den 1. FC Union Berlin in unserer aktuellen Situation natürlich (mal wieder) zu wenig. Kein Heimsieg in der Hinrunde, 11 Punkte aus 16 Partien, 28 Gegentore: Klar liest sich das bitter. Und trotzdem passiert beim FCM gerade das, was man sich nicht erst seit 2, 3 Spieltagen, sondern schon deutlich früher in der Saison gewünscht hätte: Die Mannschaft zeigt, dass sie in der 2. Liga auch Fußball spielen kann, sie überzeugt inzwischen deutlich öfter, als sie wackelt und hat insgesamt einen durchaus ansehnlichen Schritt nach vorn gemacht. Das war auch jetzt in diesem stimmungsvollen Duell gegen Union zu sehen. Ob das am Ende reicht und man irgendwann vielleicht auch ein Heimspiel tatsächlich mal gewinnt, sehen wir dann in der Rückrunde. Jetzt und hier kümmern wir uns erst einmal um den 16. Zweitliga-Auftritt des 1. FC Magdeburg: Weiterlesen →

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Schweinespiel

Protestspieltag

1. FC Magdeburg – VfL Bochum, 15. Spieltag, 0:0 (0:0)

Team „Glas halb voll“ oder Team „Glas halb leer“? Bei der Bewertung der Partie der Größten der Welt gegen den VfL Bochum gilt es vermutlich, erst einmal diese Frage zu klären, bevor man sich an eine Einschätzung des 8. Heimauftritts in dieser Saison wagen kann. Klar, es gab genügend Chancen, diese Partie zu gewinnen und natürlich ist es ärgerlich, dass unsere Standards ungefähr die Gefährlichkeit einer Wasserpistole beim Banküberfall hatten. Andererseits: Die Mannschaft hat diesmal die Schlussphase ohne die inzwischen offenbar üblichen zwei Gegentore überstanden, spielte überhaupt zu null, ließ gegen ein sehr gutes Bochumer Team nur wenig zu und sammelte endlich mal wieder einen Punkt gegen den Abstieg. Wenn man es jetzt noch hinbekommt, Kontersituationen tatsächlich auch sauber auszuspielen, den letzten Pass präzise an den Mann zu bringen und man sich noch öfter traut, den Ball mit Schmackes aufs Tor zu zimmern, kann der geneigte Clubfan trotz der prekären Tabellensituation eigentlich recht zuversichtlich in die Zukunft blicken. Klar ist damit auch: Das hier wird dann wohl ein „Glas halb voll“-Text. Weiterlesen →

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Same, same, but different

Fürth

SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Magdeburg, 14. Spieltag, 3:2 (1:1)

Im Kopf war der Text zur Partie ja eigentlich schon fertig. Geiles Spiel, starker Auftritt des Clubs, zwei tolle Tore, interessante Grundordnung, Duracell-Lohkemper, drei völlig verdiente Punkte, Jubel, Trubel, Heiterkeit, ab jetzt geht’s bergauf. So ungefähr. Naja, und dann stehst Du in Fürth im Gästeblock, siehst von hinten den Ausgleichs-Freistoß von Parker, siehst eine Magdeburger Mannschaft, die trotzdem noch Chancen hat, zu gewinnen, siehst einen Eckball als letzte Aktion des Spiels – und denkst Dir so: „What the actual fuck?!“ Man kann es gar nicht anders sagen: dieses 2:3 in Fürth war (erneut) Fußball in seiner perversesten Form und das Ende unfassbar bitter. Aber: Es war auch ein Spiel, das, so komisch das jetzt klingt, unter dem Strich tatsächlich Hoffnung machen durfte. Da war Mut, da war Zug zum Tor, da war ein Team, das Fußball tatsächlich spielte. Da ging was! Und da wird auch weiterhin was gehen. Weiterlesen →

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(keine) Zäsur

Zäsur

Willkommen im gesichtslosen Profifußball-Einheitsbrei, Clubfans!

Zugegeben, die Entlassung von Jens Härtel war zumindest gestern Abend schon so etwas wie ein emotionales Erdbeben. Was komisch ist, weil sich die Entscheidung ja bereits nach dem Spiel gegen Regensburg andeutete und man sich eigentlich hätte darauf vorbereiten können. Trotzdem fühlte es sich im ersten Moment ein bisschen so an, als wäre jemand gestorben. Völlige innerliche Leere, paradoxerweise gepaart mit dem dringenden Wunsch, Dinge kaputtzuschlagen und gleichzeitig dabei zu heulen. Es ist schon einigermaßen irre, was der Fußball mit einem machen kann.

Inzwischen ist eine (kurze und unruhige) Nacht vergangen und liegt ein kompletter Arbeitstag zwischen der Entscheidung, die uns mit ziemlicher Sicherheit noch lange beschäftigen wird, und dem Schreiben dieser Zeilen hier. Vielleicht war es auch ganz gut, gar nicht die Zeit gehabt zu haben, sämtliche Debatten, Meinungsäußerungen und Spekulationen im Detail mitzuverfolgen. So war Gelegenheit, zumindest mal die ersten Emotionen ein wenig herunterkochen zu lassen; dieser Text hier ist nun der Versuch, die Gedanken zu ordnen und erstmal wieder einigermaßen klarzukommen.  Weiterlesen →

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Zum Stand der Dinge

Stand der Dinge

1. FC Magdeburg – SSV Jahn Regensburg, 13. Spieltag, 2:3 (1:1)

Tja, was soll man sagen, mitten rein in die Leere, die das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg hinterlassen hat? Die einen erst regelrecht anbrüllte und sich dann gewaltig breit machte, überall. Im Kopf, im Herz, im Bauch. Die die Gedanken oszillieren ließ, irgendwo zwischen „irgendwas kaputt machen“ und „ich will mit Fußball bis auf Weiteres nichts mehr zu tun haben“. Oder um es dann vielleicht doch mal auf den Punkt zu bringen: Was für eine enorme, riesengroße, un-fucking-fassbare Kackscheiße. Weiterlesen →

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Stets bemüht

bemüht

SV Darmstadt 98 – 1. FC Magdeburg, 12. Spieltag, 3:1 (1:0)

Es gibt momentan ja durchaus angenehmere Aufgaben, als Texte über die Spiele des 1. FC Magdeburg zu schreiben. Warum? Weil das Schema in etwa immer das gleiche ist: Die Mannschaft ist stets bemüht, haut sich rein, zeigt großartige Moral – und kassiert viel zu leichte Gegentore, was in Kombination mit einer reichlich harmlosen Offensive dann eben zu Niederlagen führt. Die beim SV Darmstadt 98 war die dritte in Serie, immerhin gelang aber ein eigener Treffer. Angesichts des eher mäßigen Niveaus von Spiel und Gegner stellt sich in schlechten Momenten allerdings die Frage: Gegen wen wollen wir in dieser Liga eigentlich gewinnen? Und wo soll man auf dieser Grundlage einen Spielbericht anfangen? Vielleicht ja mal bei den Dingen, die schön waren: Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und das großartige Stadion am Böllenfalltor kam als fußballromantischer Sehnsuchtsort daher, Flutlichtmasten, Waldweg zum Gästeblock und unüberdachte, reine Stehplatz-Gegengerade inklusive. Schade nur, dass das wohl nicht mehr lange so sein wirdWeiterlesen →

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Pokalpunktspiel

Hamburger SV

1. FC Magdeburg – Hamburger SV, 11. Spieltag, 0:1 (0:0)

Heinz-Krügel-Stadion, Freitagabend, kurz nach 6: Es ist wuselig auf der Nordtribüne. Die bekannten Gesichter sind längst begrüßt, unten auf dem Rasen machen sich beide Mannschaften warm. Der Gästeblock verkündet, welches Team aus dieser Ecke heute Abend unterstützt werden wird, Vertreter von Block U sind derweil unten hinter dem Tor mit Choreo-Vorbereitungen beschäftigt. Ich stehe an meinem Platz, mein Blick geht geradeaus. Für einen Moment blende ich den Trubel aus. Pause. Innehalten. Gedanken an Tage, an denen ich mich hier, an genau dieser Stelle, über Niederlagen gegen die TSG Neustrelitz oder den TSV Havelse geärgert habe. Und nun soll es heute Abend tatsächlich gegen den Hamburger Sportverein gehen. Also, gegen die erste Mannschaft. In einem Punktspiel. Das ist real und surreal gleichzeitig. Und dann ist dieser Moment auch schon wieder vorbei. Die Mannschaften laufen ein, Pappen werden in die Höhe gehalten, Lieder angestimmt. Los geht die wilde Fahrt. Fußball in Magdeburg. Kurvenshow deluxe. Die Größten der Welt. Feuerwerk! Weiterlesen →

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Heidenheimer Chancen-Blues

Heidenheim

1. FC Heidenheim – 1. FC Magdeburg, 10. Spieltag, 3:0 (2:0)

Ach, FCM, was machen wir nur mit Dir? Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hatte man den Eindruck, in zwei Halbzeiten zwei recht unterschiedliche Fußballspiele zu sehen: Die ersten 45 Minuten so lala, die zweiten mit ordentlich Dampf und der einen oder anderen Torchance. Genau wie gegen Dynamo Dresden ging man so auch gegen Heidenheim mit der Hypothek eines Zwei-Tore-Rückstandes in die Halbzeitpause. Anders als gegen Dresden (oder Paderborn) hingegen gelang es diesmal aber nicht, trotz guter bis sehr guter Gelegenheiten noch zum Ausgleich zu kommen. Stattdessen verloren die Größten der Welt trotz ganz guter statistischer Werte nach fünf ungeschlagenen Partien in Folge mal wieder ein Fußballspiel und bringen gute Ansätze abermals keine Punkte. Ärgerlich. Weiterlesen →

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„Dy, dy, düdüm“

düdüm

1. FC Magdeburg – SG Dynamo Dresden, 9. Spieltag, 2:2 (0:2)

„Elbclásico“-Blödsinnslabel, Sinnlos-Schmiereien auf Hauswänden, ein Polizeigroßaufgebot inklusive Wasserwerfern, eine parlamentarische Beobachterin am Gästeeingang – und am Ende war es dann doch einfach nur ein Fußballspiel. Aber was für eins! Keine Frage, die Partie zwischen den Größten der Welt und den Dynamos aus Dresden war großer Sport, und zwar sowohl von den beteiligten Mannschaften als auch von der jeweiligen Anhängerschaft auf den Rängen. Du weißt halt, dass es eine besondere Partie ist, wenn sich beide Kurven schon eine Stunde vor dem Spiel (!) mit Nettigkeiten bedenken. Und wenn man dann als Clubfan so eine Nachspielzeit erlebt, bleibt bis auf den Siegtreffer, der nicht fiel, kaum noch ein Wunsch offen. Dabei sah zunächst alles nach einem souveränen Erfolg für die Gäste aus, bis die zweite Hälfte nicht nur eine erfolgreiche Änderung in der Grundordnung, sondern aufgrund einer überragenden kämpferischen Leistung noch zwei Tore und letztlich das völlig verdiente Unentschieden brachte. Der FCM 2018/2019 ist eben alles andere als langweilig – während Spielverläufe wie diese irgendwie gar nicht so gut fürs Herz sind. Weiterlesen →

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3 Punkte für die Ewigkeit

Ewigkeit

SV Sandhausen – 1. FC Magdeburg, 8. Spieltag, 0:1 (0:0)

Es gibt Momente im Fan-Leben, da muss man halt auch mal richtig schlimme Fußballspiele feiern. Der Abpfiff der Partie gegen den SV Sandhausen am 8. Spieltag war so ein Moment. Machen wir uns nichts vor: fußballerisch war das überwiegend ganz, ganz schwere Kost, die beide (!) Mannschaften über 90 Minuten angeboten hatten. Aber: Das war ganz egal, denn am Ende stand klar und deutlich ein 0:1 auf der Anzeigetafel. Die Jungs um Trainer Jens Härtel haben es endlich geschafft – der 1. FC Magdeburg hat den ersten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte verbuchen können und schickte damit nicht nur über 1.500 Reisefreudige, sondern sicherlich auch noch den einen oder anderen Clubfan an den Empfangsgeräten zuhause in einen freudentaumelnden Extase-Zustand. Endlich! Endlich der erste Dreier. So kann man trotz eines eher anstrengenden Spiels durchaus mal mit einem fetten Dauergrinsen in die neue Woche starten.  Weiterlesen →