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Zwischen Angst und Hoffnung

Angst

Ich habe Angst vor diesem Beitrag. Einerseits, weil ich meine Sprache, was Fußball und das ganze Drumherum betrifft, seit Mittwoch noch nicht so recht wiedergefunden habe. Andererseits, weil die Gedanken im Kopf immer noch Karussell fahren. Und schließlich auch, weil ich einfach keine Antwort auf die Frage finden kann, wie es nun eigentlich weitergehen soll. Aber wie auch? So, wie die Sache momentan liegt, dürfte das niemand wissen. Die Fanszene nicht, der Verein nicht, die Behörden nicht und irgendwelche Politiker schon gleich gar nicht. Es ist mir ja sowieso unbegreiflich, wie man Stunden nach dem Tod eines Fußballfans mit Forderungen und vermeintlich klugen Ideen um die Ecke kommen kann. Aber vermutlich hat man, wenn man in bestimmten Ämtern und Würden ist, auch gar keine andere Wahl, als sich entsprechend zu äußern. Möglicherweise glaubt man auch, dass die Öffentlichkeit das von einem erwartet. Kann man aus der Perspektive vielleicht auch verstehen. Oder auch nicht. Keine Ahnung. Weiterlesen →

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Ruhe in Frieden, Hannes!

Ruhe in Frieden

Ich kann und will nicht viele Worte verlieren. Seit der Nachricht von Hannes‘ Tod bewegt sich meine Gemütslage irgendwo zwischen erschüttert, wütend, betroffen, völlig leer und einfach nur wahnsinnig traurig. Gleichzeitig wabern unheimlich viele diffuse Gedanken gleichzeitig durch den Kopf.

Es ist doch einfach alles nicht zu fassen.

In Anbetracht der Umstände haben Thomas und ich uns entschieden, diese Woche keine Podcast-Folge aufzunehmen. Den Gedanken, einfach zur Tagesordnung überzugehen, als wäre nichts passiert, können wir irgendwie gerade beide nicht zu Ende denken. Nächste Woche dann wieder. Wir hoffen, das geht klar.

Überhaupt ist jetzt aus meiner ganz persönlichen Sicht nicht die Zeit, irgendwelche schlauen Kommentare zu veröffentlichen oder dieses und jenes zu fordern, was Fanszene A, Verein B oder Instanz C jetzt zu tun oder zu lassen haben. Vielleicht ist es stattdessen einfach mal nur an der Zeit, innezuhalten.

Ausdrücklich anschließen möchte ich mich den Worten von Block U:

„Trotz aller Rivalität und der aufgewühlten Gefühlslage rufen wir zur Besonnenheit aller Clubfans auf, um jegliche Verschärfung der aktuellen Situation zu verhindern!“

Beherzigt das bitte. Es ist so schon alles scheiße genug.

Ruhe in Frieden, Hannes!

 

 

 

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Kassensturz

Kassensturz

Oktober 2016, goldener und irgendwie verdammt kalter Herbst und – der eine oder die andere erinnert sich vielleicht – der erste Monat, in dem nurderfcm.de im Wochenarbeitszeitkontingent ein paar Stunden dazugewinnt. Die Reaktionen auf meine Ankündigung, in Zukunft mit Eurer Unterstützung noch etwas mehr für den Blog zu arbeiten, waren tatsächlich überwältigend. Vielen Dank für die vielen lieben Worte, den Zuspruch, die tollen Rückmeldungen zur bisherigen Arbeit und die virtuellen Schulterklopfer!

Wie ebenfalls angekündigt, hat sich der Status des Blogs mit Beginn des Oktobers vom reinen Hobby zum ernsthaften Projekt gewandelt mit dem Nahziel, kostendeckend zu arbeiten und dem Perspektivziel, eventuell sogar irgendwann einmal etwas zum Haushaltseinkommen beizutragen. Viele von Euch sind der Bitte um Unterstützung nachgekommen – dafür auch noch einmal ein riesengroßes Dankeschön! Und weil ich finde, dass Transparenz immer schützt und Ihr außerdem auch einen Anspruch darauf habt, zu wissen, wofür Euer Geld letztlich draufgeht, hier mal eine kleine Übersicht, von welchen Summen wir eigentlich sprechen und was in den nächsten Wochen so geplant ist. Weiterlesen →

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Eine Zwischenbilanz in siebeneinhalb Akten

Zwischenbilanz in siebeneinhalb Akten

10 Spiele sind inzwischen in der Drittligasaison 2016/2017 absolviert, etwas mehr als ein Viertel der zweiten Profifußball-Spielzeit liegt also tatsächlich schon wieder hinter uns. Und da das ungeschriebene Fußballmedien-Regelwerk für diesen Zeitpunkt offenbar eine erste kleine Zwischenbilanz vorsieht, soll diese dementsprechend natürlich auch hier im Blog gezogen werden. Schauen wir also mal, wo der 1. FC Magdeburg im Moment so steht, was es in Sachen Spielsystem zu sagen gibt, wie sich die einzelnen Mannschaftsteile bisher so schlagen und welche Eindrücke unsere Neuzugänge bis dato so hinterlassen haben. Es folgt: eine Zwischenbilanz in siebeneinhalb Akten. Weiterlesen →

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Abnutzungskampf

Abnutzungskampf

1. FC Magdeburg – Holstein Kiel, 10. Spieltag, 1:0 (0:0)

Die Dame beim Bäcker im Hauptbahnhof. Der Herr im Eingangsbereich vom Karstadt. Unter anderem. Dass der FCM wieder da ist, merkt man ja spätestens daran, dass einen vermeintlich Unbeteiligte direkt mal äußerst interessiert und hoffnungsvoll nach dem Spielergebnis fragen, sobald man in blau-weißen Klamotten und ziemlich abgekämpft frisch aus dem Stadion kommt. Ein schönes Gefühl, zumal es noch gar nicht so lange her ist, dass man in der Stadt eher mal überrascht mit so etwas angesprochen wurde wie: “Oh, die haben wohl heute gespielt? Wie schlimm war es denn?” Wie sich die Zeiten doch ändern…

Möchte man diese Aussage nicht auf ein paar Jahre, sondern ein paar Wochen beziehen, wäre sie mit Blick auf die aktuelle Saison genauso wahr. Durfte man im August und Anfang September noch durchaus sorgenvoll gestimmt sein, könnte die Laune im blau-weißen Lager nach der perfekten englischen Woche und dem jüngsten Ergebnis gegen Holstein Kiel kaum besser sein. Da erzählt man der Dame beim Bäcker oder dem Herren bei Karstadt doch direkt mal noch freudestrahlender, dass der 1. FC Magdeburg just eben den vierten Sieg in Folge (!) eingefahren hat. Auch wenn bei diesem Erfolg, so ehrlich darf man sein, jede Menge Dusel und eine recht katastrophale Chancenverwertung des Gegners im Spiel waren. Wie gut allerdings, dass das dem Punktekonto am Ende der Saison herzlich egal sein dürfte. Weiterlesen →

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Eine Frage der Perspektive

Bremen II

1. FC Magdeburg – SV Werder Bremen II, 8. Spieltag, 2:0 (1:0)

Zweiter Sieg in Folge, zweites gewonnenes Heimspiel der Saison und eine gänzlich ungewohnte Perspektive auf das Geschehen unten auf dem grünen Rasen – es gab definitiv schon, nun ja, gewöhnlichere Spieltage im heimischen Heinz-Krügel-Stadion. Was am Ende des Tages aber vor allem zählt, sind die drei Punkte gegen die U23 des SV Werder Bremen, die dafür gesorgt haben, dass sich der 1. FC Magdeburg bis auf den 12. Tabellenplatz vorschieben und seine kleine Negativserie vorerst beenden konnte. Bedanken konnten sich die Größten der Welt für diesen Sieg vor allem bei Jan Glinker, der fehlenden letzten Konsequenz im Bremer Angriffsspiel und bei Tarek Chahed, der mit seinem großartigen 2:0 und seinem noch großartigeren Laufweg vorher deutlich gezeigt hat, warum es sich einfach lohnt, auch in der Nachspielzeit noch jedem Ball engagiert hinterher zu jagen.  Weiterlesen →

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Zurück zu alten Tugenden

Auswärtssieg in Münster

SC Preußen Münster – 1. FC Magdeburg, 7. Spieltag, 2:3 (1:2)

Nimmt man die Erleichterung auf den Gesichtern der Spieler und des Anhangs im Gästeblock als Indiz, muss die Anspannung, die nach Abpfiff von allen Beteiligten abfiel, bis nach Magdeburg spürbar gewesen sein. Was für ein Spiel und was für ein immens wichtiger Auswärtssieg in der 7. Runde dieser bisher einigermaßen verkorksten Drittligasaison! Zumal, das muss man ganz deutlich sagen, im Duell des Tabellen-Achtzehnten gegen den Vorletzten nicht die fußballerisch bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewann, die sich ebenjenes Glück allerdings über die 90 Minuten auch hart erarbeitet hat. Ist letzten Endes aber eigentlich auch vollkommen egal: Das war nicht nur einer, das waren gleich ganze drei Bigpoints, die die Größten der Welt in Münster landen konnten.  Weiterlesen →

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Wenn Herzensdinge laufen lernen

Schluss mit der Hobbybloggerei

Ein kluger Mensch prägte mal den Satz, dass man immer das machen sollte, was das Herz einem sagt. Das ist per se natürlich erst einmal richtig, gleichzeitig aber nicht immer ganz so einfach, insbesondere dann, wenn es die Frage betrifft, wie man eigentlich seinen Lebensunterhalt bestreiten will. Ihr kennt das: Neben dem Wunsch nach maximaler Selbstverwirklichung gibt es ja immer auch noch das Bedürfnis nach einem akzeptabel gefüllten Kühlschrank und einem Dach über dem Kopf. Beides will natürlich bezahlt werden, was letztlich dazu führt, dass man eben arbeitet, um Geld zu verdienen, um damit dann die Dinge zu finanzieren, die einem Spaß bringen und am Herzen liegen. Und wenn man richtig Glück hat, fällt beides zusammen – der Job, der die Brötchen bezahlt und Spaß an dem, womit man den überwiegenden Teil seiner Woche verbringt. Weiterlesen →

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Sorgenfalten

Sorgenfalten

1. FSV Mainz 05 II – 1. FC Magdeburg, 6. Spieltag, 1:0 (0:0)

Wenn der Tabellenletzte gegen die Nummer 17 im Klassement spielt, kann man wohl auch an einem 6. Spieltag schon von einem Kellerduell sprechen. Und wenn der Auftritt – und vor allem das Ergebnis – dieses Duells für den 1. FC Magdeburg so etwas wie ein Fingerzeig waren, wird man sich an den Begriff „Kellerduell“ in dieser Saison im Zusammenhang mit Spielen des Clubs wohl gewöhnen müssen. Nach einer wirklich guten ersten und einer phasenweise schlimmen zweiten Hälfte, in der den Größten der Welt trotz Rückstandes lediglich zwei mehr (Razeek) oder weniger (Müller) gefährliche Torschüsse gelangen, unterlag man den Gastgebern mit 1:0 und musste eigentlich froh sein, nicht noch das eine oder andere weitere Tor kassiert zu haben. Während die jungen Mainzer sich nun über ihren ersten Saisonsieg freuen, steht der 1. FC Magdeburg mit 4 Niederlagen aus 6 Spielen erst einmal unter dem Strich – und muss am nächsten Spieltag zum Tabellenvorletzten nach Münster. Weiterlesen →

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Kleine Schritte

Nachholpartie gegen den FSV Zwickau

FSV Zwickau – 1. FC Magdeburg, 2. Spieltag (Nachholspiel), 0:0 (0:0)

Mitunter können es auch die kleinen Schritte sein, die Stück für Stück (zurück) zum Erfolg führen. Einen solchen kleinen Schritt unternahmen die Größten der Welt in der Nachholpartie des 2. Spieltags beim Aufsteiger aus Zwickau, wenngleich es im Laufe der Begegnung etliche Möglichkeiten gab, aus dem Stand gleich einen ganzen Satz nach vorn zu machen. Trotz bester Möglichkeiten gelang es allerdings nicht, den Ball im Tor unterzubringen, sodass man sich gegen spielerisch arg limitierte Gastgeber mit einem Punkt zufrieden geben musste. Das ist ärgerlich, weil man wohl davon ausgehen kann, dass der erste Treffer die Partie mutmaßlich auch entschieden hätte und doppelt ärgerlich, weil Kapitän Sowislo ebenjenen Treffer per Elfmeter auf dem Fuß hatte, aber eher kläglich vergab. Dass man mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden sein kann, lag vor allem daran, dass es gelang, mal wieder zu null spielen und darüber hinaus die einzige, dafür aber ziemlich scharfe Waffe gut zu verteidigen, die der FSV Zwickau in diesem Spiel zur Verfügung hatte: Standards nämlich. Es geht zumindest in dieser Hinsicht also aufwärts beim 1. FC Magdeburg, wenn auch ‘nur’ in den eingangs erwähnten kleinen Schritten.

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