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Die Stadien der Anderen, Teil 3

Südstadion, Köln

Nach einem alten Bundesligastadion mit Stahlrohrtribünen und einem besseren Sportplatz mit Meuselwitz-Flair ging die Reise für die Größten der Welt am 6. Spieltag 2015/2016 ins schmucke Südstadion zu Köln. Die dort beheimatete Fortuna spielt in einer kleinen, aber durchaus interessanten Arena mit Laufbahn, einer überdachten Tribüne und ansonsten jeder Menge Stehplätze ohne Regenschutz. Insgesamt finden laut Wikipedia exakt 14.944 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz, ausverkauft war das Südstadion allerdings in den letzten 31 Jahren nur ein einziges Mal: In der Relegation zur 3. Liga am 28. Mai 2014 gegen die Amateure des FC Bayern München. Teil 3 der Serie über die Spielstätten unserer diesjährigen Drittliga-Gegner.

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Besucht am:

28.08.2015, das Spiel ging 1-2 verloren.

Anreise:

Zum Südstadion kommt man vom Bahnhof Köln-Süd aus recht komfortabel zu Fuß und läuft etwa 15 Minuten. Die Bahnstation ist nur wenige Zugminuten vom Kölner Hauptbahnhof entfernt, auf dem man, wenn man seine Tasche dort einschließen möchte, mit stolzen 7 Euro zur Kasse gebeten wird. Um zum separaten Gästeeingang zu gelangen, biegt man vom Höninger Weg links in den Vorgebirgsglacisweg ab, läuft dann noch ein paar Meter an einer kleinen Grünanlage entlang und steht dann auch schon vor dem Eingang zur großzügig bemessenen Kurve Nord, die 2.500 Auswärtsfahrenden Platz bietet.

Infrastruktur:

Die Versorgung im Gästeblock des Südstadions erfolgt aus Containern, erwerben kann man alkoholfreies Kölsch und die sonstige, übliche Bandbreite alkoholfreier Getränke im 0,3-Liter-Pappbecherformat für 2,50 Euro. Zu essen gibt es Bockwurst (ebenfalls für 2,50 Euro), Bretzeln und (was läge bei einem Fußballspiel auch näher?): Schokoriegel. Bedient wurde die Gästemeute bei unserem Besuch dort überwiegend von Jugendlichen (Ferienarbeit?), die sich in ihrem vergitterten Container auch sicher genug fühlten, hin und wieder mal zwinkernd zu leisen Fortuna-Gesängen anzusetzen.

Spaßfaktor:

Dadurch, dass der Gästebereich die gesamte Nordkurve umfasst, muss man schon mächtig viele Menschen mobilisieren oder eben kompakt stehen, um eine ordentliche Lautstärke zu entwickeln. Block U gelang es aber einmal mehr ausgesprochen gut, einen ordentlichen Block zu bilden und es einige Male anständig scheppern zu lassen – auch wenn der Spielverlauf die Sangesfreude irgendwann ein wenig trübte. Der harte Kern der Kölner Anhängerschaft steht vom Gästeblock aus gesehen auf der linken Seite und wird durch den Spielertunnel gewissermaßen noch einmal geteilt; nach der Führung ihrer Mannschaft war die Gegengerade auch das eine oder andere Mal recht gut zu hören. Eine riesige Pufferzone oder ähnliches gab es im Südstadion nicht, ein wenig Platz zwischen uns und den Heimfans ließ man aber natürlich trotzdem.

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Das Ticket kostet:

Stehplatz Vollzahler 11 Euro, Sitzplatz Vollzahler 25 (!) Euro. Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte und Rentner zahlen 10 Euro (Stehplatz) bzw. 22 Euro (Sitzplatz).

Das Besondere am Südstadion:

Ich weiß auch nicht, irgendwie hat es mir im Südstadion ausgesprochen gut gefallen (von dem Umstand, dass wir dort keine Punkte mitnehmen konnten, mal abgesehen). Möglicherweise lag es an dem angenehmen Spätsommerabend und dem entspannten Ambiente vor dem Spiel, eventuell auch an den Flutlichtmasten, die die Umgebung irgendwann in dieses typische Licht tauchten, das so einem Abendspiel ein ganz besonderes Flair verleiht. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Besuch, nur, dass wir dann auch die Punkte mit zurück nach hause nehmen.

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Adresse:

Vorgebirgsstraße
50969 Köln.

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