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Was bleibt

Was bleibt

Corona-Meisterschaft, Spieltage 1 bis 3 (Drittliga-Spieltage 28 bis 30)

Was bleibt, wenn dem Fußball die Seele genommen wird?

Das ist die Frage, die mich nach mittlerweile einer Woche Geisterspiel-Selbstversuch mit drei Partien der Größten der Welt in leeren Stadien umtreibt. Die Antwort ist relativ einfach: Nichts. Es bleibt nichts. Nichts, außer einem „Produkt“, das im Wesentlichen darin besteht, 22 Menschen beim gemeinsamen Sporttreiben im Medium eines Ballspiels zuzuschauen. Und meine Güte, ist dieses „Produkt“ langweilig – und wenig hochwertig noch dazu, jedenfalls dann, wenn man die gezeigten Leistungen der Größten der Welt zum Bewertungsmaßstab erheben will.  Weiterlesen →

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Auswärts auf der Couch oder: Watch Buddies, Teil 1

Watch Buddies

Würzburger Kickers – 1. FC Magdeburg, 29. Spieltag, 0:1 (0:1)

Besondere Situationen erfordern bekanntermaßen besondere Maßnahmen. Und weil Geisterspiele gleichermaßen besonders und doof sind, vor allem, wenn man sie Corona-bedingt allein schauen muss, freute ich mich sehr, als mich Daniel George zu einer neuen Ausgabe des ohnehin ja noch ganz neuen Formats „Anstoß: FCM“ einlud. Die Idee: Gemeinsam mit Podcast-Kollege Thomas würden wir das Spiel gegen Würzburg schauen, ein bisschen über die Partie, das Leben und den FCM an sich plaudern und die ganze Geschichte dabei live streamen. Naja, und weil wir den Auswärtssieg (wer hätte das gedacht? Ich bin ehrlich: ich nicht) recht ausführlich kommentiert und besprochen haben und eben, wie gesagt, besondere Situationen besondere Maßnahmen erfordern, gibt es hier heute anstelle des üblichen Spielberichts das Video unserer „Watch Buddies“-Runde und den Plausch über den Erfolg der Größten der Welt noch einmal zum Nachschauen. Weiterlesen →

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In Schönheit gestorben

Kaiserslautern

1. FC Magdeburg – 1. FC Kaiserslautern, 28. Spieltag, 0:1 (0:1)

Tja, das war er nun also, der Drittliga-Restart im Sommerpausen-Freundschaftsspielfeeling-Format unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur, dass der Gegner diesmal nicht Rasenballsport Leipzig oder zuletzt Eintracht Braunschweig hieß, sondern 1. FC Kaiserslautern. Und dass es trotz eines ganz anderen Gefühls eben kein Schönwetterkick, sondern tatsächlich ein Punktspiel war. Naja, wobei, was heißt „ganz anderes Gefühl“? Streng genommen gab es, zumindest auf meiner Seite, überhaupt gar keine Emotionen. Es war halt ein Fußballspiel ohne Zuschauer, das im Fernsehen kam und bei dem eine Mannschaft die blau-weißen Farben repräsentierte. Das war’s. Dafür war es aber ganz viel nicht: Kein Heimspiel mit Kribbeln im Bauch bei der Anreise. Kein gemeinschaftliches Ereignis mit Treffen, Gesprächen, Bratwurst und Cola. Kein gemeinsames Einklatschen, kein Gesang, keine Freude, kein Frust – kurzum: nichts, was in irgendeiner Form mit Fußball zu tun hat, so, wie ich ihn verstehe und wahnsinnig vermisse. Aber gut, es ist, wie es ist und wird wohl noch ein ganzes Weilchen so bleiben. Hilft ja nix. Weiterlesen →

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Könige Europas – die Größten auf der Welt!

Kuip

1. FC Magdeburg – AC Mailand, Europapokal der Pokalsieger 1974, Finale, 2:0 (1:0)

Heinz Krügel, der Pokal, die Mannschaft – und drumherum eine völlig entrückte Masse in Blau-Weiß. Es waren unglaubliche Szenen, die sich nach dem Abpfiff des Europapokalfinales zwischen dem AC Mailand und dem 1. FC Magdeburg in Rotterdam abspielten. Während die Fernsehanstalten in Ost und West nur saubere Bilder von irgendwelchen Schauspielern in weißen Bademänteln über den Äther schickten, die mit dem Pokal in der Hand über den ziemlich kaputten Rasen des „Kuip“ jubilierten, feierte die Anhängerschaft des frisch gekürten Europapokalsiegers eine epische Party, für deren Beschreibung es eigentlich keine Worte gibt. Man muss einfach dabei gewesen sein, eine*r der Glücklichen also, die eins der 6.426 Tickets ergattern konnten. Ich hatte das Privileg und auch wenn mir zwischendrin so einige Szenen fehlen, möchte ich mich hier doch an einer Rekonstruktion eines völlig utopischen Fußballerlebnisses versuchen. Es folgt also ein Augenzeugenbericht, explizit subjektiv und noch unter dem starken Eindruck der Erlebnisse an diesem magischen Abend. Leute, ernsthaft: Was für ein Abriss! Weiterlesen →

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One Moment in Time

Rotterdam

„I want one moment in time / when I’m more than I thought I could be / when all of my dreams are a heartbeat away / and the answers are all up to me“ – Block U

Stellt Euch vor, Ihr trefft eine gute Fee in einer schwarzen Northface-Jacke, die Euch eine Zeitreise ermöglicht. Ihr habt die Gelegenheit, an einen Punkt in der Vergangenheit zurückzukehren und ein einziges Ereignis aus der glorreichen Geschichte unseres großen 1. FC Magdeburg noch einmal (oder überhaupt) zu erleben. Welches Ereignis würdet Ihr wohl wählen? Weiterlesen →

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Ich bin raus

Corona

Seit dem Bericht zum vorerst letzten Punktspiel der Größten der Welt in Duisburg am 6. März (es fühlt sich an, als hätte das in einem ganz anderen Leben stattgefunden) blieb es an dieser Stelle doch recht ruhig. Warum? Nun, das hatte mehrere Gründe. Einerseits natürlich die Corona-Pandemie mit all den Sorgen und Einschränkungen, die sie im Schlepptau hat und hatte. Mich hat das alles ganz schön überrollt, um ehrlich zu sein, und sich auf die neue Situation einzustellen, hat echt eine Weile gedauert. Zeitweise ging es mir nicht so gut, ich hatte phasenweise regelrecht meine Sprache verloren. Das Gefühl, das damit einherging, war neu, unbekannt und gruselig: Alle Gedanken, die mir in den Kopf kamen, wirkten in diesen Momenten völlig belanglos und ohne jegliche Relevanz. Das, was mir einfiel, habe ich mir dann gespart, auszusprechen. An Schreiben war da erst recht nicht zu denken.

Gleichzeitig herrscht seit einigen Wochen ein relativ hohes Stresslevel im Brotjob, auch Corona-bedingt. Aber hey, ich beklage mich nicht, wenigstens habe ich noch einen. Andere Leute, auch in meinem persönlichen Umfeld, sind da in ganz anderen Situationen (womit wir dann wieder bei den Sorgen im Schlepptau wären). Naja, und dann werde ich in nächster Zeit außerdem noch Vater. Sehr aufregend, das alles, große Vorfreude natürlich und aber auch noch viel Zeug zu tun und zu bedenken, gerade auch mit Blick auf den ganzen Corona-Kram. In dieser ganzen Gemengelage war ich, auch da bin ich ehrlich, jetzt gar nicht so super böse, dass aktuell keine Fußballspiele stattfinden. Nur den Zeitpunkt des vorläufigen (!) Abschieds aus dem Stadion hätte ich mir gern selbst ausgesucht, aber so funktioniert das Leben nun mal nicht. Weiterlesen →

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Strohfeuer

Strohfeuer

MSV Duisburg – 1. FC Magdeburg, 27. Spieltag, 1:0 (1:0)

Es bleibt dabei: Freitagabend und Duisburg, das ist keine gute Kombination für den 1. FC Magdeburg. Wobei: So spielerisch limitiert, so uninspiriert, wie der Club an diesem 27. Spieltag überwiegend auftrat, wäre wohl auch jede andere Drittliga-Mannschaft, wenn sie denn nicht gerade Jena heißt, zu einer größeren Herausforderung für Claus-Dieter Wollitz und sein Team geworden. Diesmal halfen selbst 30 Minuten Überzahl nicht beim Versuch, aus dem Spiel heraus zu einem Torerfolg zu kommen; das klitzekleine Euphorie-Flämmchen, das nach dem Kantersieg in der Vorwoche vorsichtig züngelte, ist vorerst jedenfalls wieder gelöscht. Und das, was die Größten der Welt spielerisch „auf die Platte bringen“, ist und bleibt wirklich schwere Kost. Weiterlesen →

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Münchener Lichtblicke

München

TSV 1860 München – 1. FC Magdeburg, 25. Spieltag, 1:1 (1:0)

Na das war doch mal ein recht unterhaltsames Fußballspiel – in der zweiten Hälfte jedenfalls, die erste war ja wieder einmal eher auf Geisterbahnniveau. Aber hey: Dann gab es das zweite Elfmetertor hintereinander für den FCM, einen Elfmeterpfiff zugunsten der Hausherren, der wieder zurückgenommen wurde und einen Club, der aus dem Spiel heraus (!) zu Torchancen (!!) – Mehrzahl (!!!) – kam, ohne freilich auch nur eine davon zu nutzen. Ersteres ist quasi eine ganz neue Dimension unter Claus-Dieter Wollitz und letzteres, nun ja, ist halt der FCM in dieser Spielzeit. Man füge dann noch eine Schlussphase hinzu, in der beide Mannschaften mit offenem Visier spielten und zack! bekommt man ein unerwartet packendes Duell gegen den TSV 1860 München, an dessen Ende eine wohl nicht ungerechte Punkteteilung steht. Weiterlesen →

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Kämpfe, FCM!

Kämpfe

1. FC Magdeburg – Chemnitzer FC, 24. Spieltag, 1:1 (0:1)

Wenigstens nicht verloren.

Der 1. FC Magdeburg 2020, das ist, wenn Du nach einem Heimspiel gegen den Chemnitzer FC schon mit einem Punkt zufrieden bist. Traurig, klar, aber eben auch wahr. Und Wahnsinn eigentlich, wie schnell und gekonnt man einen Club, der vor noch nicht einmal zwei Jahren den Aufstieg in die 2. Liga gefeiert hat, sportlich so vor die Wand fahren kann. Immerhin: In dieser 24. Runde konnte man zumindest den Spielern keinen großen Vorwurf machen: Die Einstellung stimmte diesmal und fußballerisch, naja, ist (im Moment?) halt einfach nicht mehr drin als hier und da mal ein guter Ansatz und mit etwas Glück ein halbwegs guter Abschluss. Mit der Qualität im Kader (und dazu zähle ich auch die charakterliche Passung und die Teamchemie) hat das alles aber natürlich nicht das Geringste zu tun. Nicht, dass das irgendwer nachher noch falsch versteht. Weiterlesen →

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Und nu?

Abstiegskampf

1. FC Magdeburg – SV Meppen, 23. Spieltag, 0:2 (0:0)

Es fällt schwer, die Gedanken zu ordnen nach diesem Fiasko gegen SV Meppen. Positiv immerhin: Nach diesem 23. Spieltag dürfte auch der und dem Letzten klar geworden sein, dass mit dem 1. FC Magdeburg in der Saison 2019/2020 kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Das Einzige, um das es nun noch gehen kann, ist, mühsam, Schritt für Schritt, demütig (!) und ehrlich Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Und nach allem, was im Heimspiel gegen die Emsländer zu sehen war, wird das schwer genug. Weiterlesen →