Poncho-Pogo

25. Februar 2017 at 10:45

MSV Duisburg – 1. FC Magdeburg, 24. Spieltag, 0:0 (0:0)

Erster gegen Zweiter, die beste Abwehr der Liga gegen den besten Angriff – irgendwie fast schon logisch, dass dabei am Ende ein 0:0 herauskommen muss. Was langweilig klingt, war aber das ganze Gegenteil: Vor 18.164 Zuschauern lieferten sich der MSV Duisburg und der 1. FC Magdeburg einen zünftigen, Spitzenspiel-würdigen Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber mit enormer Qualität und der Club großer Leidenschaft zu Werke gingen. Die erste Hälfte fiel recht klar an die Meidericher, der FCM gewann aber in Durchgang 2 an defensiver Stabilität, hatte im Spielverlauf seinerseits die eine oder andere Möglichkeit und nahm am Ende vor 3.000 Fans in der Gästekurve völlig verdient einen Punkt mit nach Hause. Sieht man von der vollkommen absurden “Einsatztaktik” der Polizei rund um das Stadion mal ab, bei der man sich schon fragen darf, wie man in Duisburg einst Bundesligaspiele durchgeführt haben will, war der Ausflug in den Westen also ein durchaus gelungener. 

Rückrunde – restarted

19. Februar 2017 at 9:51

1. FC Magdeburg – VfL Osnabrück, 23. Spieltag, 3:0 (1:0)

Na wenn das mal nicht ein richtig dickes 3-Tore-Ausrufezeichen war! Auch in der Höhe völlig verdient schlägt der 1. FC Magdeburg den VfL Osnabrück am 23. Spieltag im Stile einer Spitzenmannschaft, weil es nicht nur gelang, aus dem Spiel heraus so gut wie gar nichts zuzulassen, sondern weil man seinerseits in genau den richtigen Momenten die Tore machte. In einer überaus unterhaltsamen Partie, die den Titel “Spitzenspiel” tatsächlich verdient hatte, konnten sich mit Florian Kath, Christian Beck und Marius Sowislo drei Spieler in die Torschützenliste eintragen, bei denen ein Treffer aus unterschiedlichen Gründen längst (mal wieder) fällig war. Dazu gab es zwei gehaltene Elfmeter, endlich wieder koordinierten Support auf der Nordtribüne und am Ende den zweiten Tabellenplatz. Fußballherz, was willst Du eigentlich mehr?

Erfolgserlebnis gesucht

12. Februar 2017 at 8:50

SC Paderborn – 1. FC Magdeburg, 22. Spieltag, 1:1 (1:1)

Drei Spiele, zwei Punkte – so lautet die Bilanz des 1. FC Magdeburg nach drei Pflichtspielen im Jahr 2017. Und ja, von mir aus können wir jetzt gern von einem verpatzten Rückrundenstart sprechen. War es in Köln noch der fehlende Zugriff und verhinderte gegen Zwickau ein überragender gegnerischer Torhüter die verdiente Führung mehrfach, scheiterte der 1. FC Magdeburg gegen den SC Paderborn bei seinem Versuch, den ersten Dreier der Rückrunde zu landen, vor allem daran, dass man sich schlicht und ergreifend kaum wirklich zwingende Torchancen erarbeiten konnte. Naja, und wenn man nicht aufs Tor schießt, kann man eben auch keins erzielen. Auch offenbarte der Club in Paderborn erneut einige Abstimmungsprobleme, kam besonders in der zweiten Hälfte ein ordentlicher Spielaufbau so gut wie gar nicht zustande (woran allerdings auch der kleinlichst pfeifende Harm Osmers großen Anteil hatte) und war man bei Kontern gewaltig anfällig. Immerhin: Christian Beck konnte seinen ersten Rückrundentreffer erzielen – allerdings leider ins falsche Tor. Auch wenn es neben ganz viel Schatten natürlich auch einige Lichtblicke gab, kommt der FCM einfach nichts ins Rollen und wird es Zeit, so langsam mal wieder ein ordentliches Erfolgserlebnis zu feiern. 

“Da steh’ ich nun, ich armer Tor…”

10. Februar 2017 at 14:51

“Dafür”, “dagegen”, “weiß nicht”, “dagegen”, “dafür” – so ungefähr gestaltet sich in den letzten Tagen meine Entscheidungsfindung, wenn es um die Frage der Ausgliederung bzw. der Neuausrichtung beim 1. FC Magdeburg geht. Aktuell bin ich mal wieder bei “weiß nicht” angekommen. Eine Entscheidung muss aber her, spätestens am 19.02., wenn alle stimmberechtigten Vereinsmitglieder (was mich einschließt) aufgefordert sind, darüber zu befinden, ob der Spielbetrieb der 1. Mannschaft des 1. FC Magdeburg e.V. nun zukünftig in eine GmbH ausgegliedert werden soll oder eben nicht.

“In Europa kennt Euch keine Sau!”

6. Februar 2017 at 16:45

1. FC Magdeburg – FSV Zwickau, 21. Spieltag, 1:1 (1:1)

Was tat das gut, endlich im eigenen Wohnzimmer, im Heinz-Krügel-Stadion, wieder Fußball schauen zu können! Knappe 8 Wochen waren nach der letzten Heimpartie vergangen und trotz der dürftigen Vorstellung in Köln zum Rückrundenauftakt war die Vorfreude auf die Begegnung gegen den FSV Zwickau riesig, auch wenn die Vorzeichen (Stichworte: Blocksperre und Supportverzicht) natürlich deutlich bessere hätten sein können. Dass die Stimmung am Ende des Tages nach dem 1:1 gegen den Tabellenvorletzten eher getrübt als ausgelassen war, lag neben einer ganzen Reihe guter, aber eben nicht genutzter Chancen an einer in mehrerer Hinsicht schlimmen ersten Halbzeit und einem überragenden Johannes Brinkies im Zwickauer Tor, der an jenem Tag eben auch die Bälle halten konnte, die sonst eigentlich nicht zu halten sind. Immerhin: zumindest die Sache mit dem Supportverzicht löste sich mit Beginn der zweiten Hälfte (vorübergehend?) in Wohlgefallen auf und es bleibt zu hoffen, dass wir in den zweiten 45 Minuten nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch wieder einen Schritt zurück zu alter Form gemacht haben.