Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre…

25. Februar 2018 at 18:17

F.C. Hansa Rostock – 1. FC Magdeburg, 26. Spieltag, 1:0 (1:0)

Was wäre wohl passiert, wenn Tobias Schwedes Schuss in der 6. Minute nicht am Lattenkreuz, sondern im Tor gelandet wäre? Oder Rostocks Keeper Janis Blaswich nur einen grundsoliden und keinen herausragenden Tag erwischt hätte? Oder der 1. FC Magdeburg in der einen Szene in Halbzeit 1, die schließlich zum Tor des Tages führte, konsequenter zu Werke gegangen wäre? Man weiß es nicht. Und da das Leben nun mal nicht im Konjunktiv stattfindet, stand am Ende einer interessanten und phasenweise hochklassigen Partie mit einer spannenden Schlussphase eine 0:1-Niederlage der Größten der Welt beim F.C. Hansa Rostock. Eine Niederlage allerdings, die ungefähr in genau dem Maß, in dem sie unnötig war, eigentlich auch unproblematisch ist: Verteilt der 1. FC Magdeburg die erspielten (ja, erspielten!) Chancen dieser Partie gleichmäßig auf die bald anstehende englische Woche und nutzt davon nur jeweils eine bis zwei, sollte die Mannschaft dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im Anschluss einen ganz großen Schritt näher gekommen sein. 

“Solche Geschichten schreibt nur der Fußball”

18. Februar 2018 at 13:05

SV Werder Bremen II – 1. FC Magdeburg, 25. Spieltag, 1:3 (1:1)

Ach Fußball, Du wundersames Ding! Wenn in Zukunft mal jemand fragt, warum man sich den ganzen Quatsch eigentlich Woche für Woche antut, könnte man im Prinzip prima auf die Partie des 1. FC Magdeburg beim SV Werder Bremen II verweisen. Das Spiel und sein Drumherum hatten fast alles, was das Fan-Herz begehrt: Eine Wahnsinnsstimmung dank ungefähr 4.000 Kaputter in Blau-Weiß, die ihrem Team gegen die Bremer U23 ins Weserstadion gefolgt waren, den kompletten Oberrang der Westkurve bevölkerten und die Auswärts- zu einer Heimpartie machten. Einen Spielverlauf, der schon früh in der zweiten Hälfte auf ein typisches Unentschieden hindeutete und dem zwei Tore in den letzten 5 Minuten der Partie noch einmal eine nicht mehr für möglich gehaltene Wendung gaben. Und mit Tobias Schwede einen Protagonisten, dessen Zeit in Bremen bekanntermaßen nicht unbedingt harmonisch endete und der mit 3 Torbeteiligungen und dem entscheidenden Treffer in der allerletzten Minute an alter Wirkungsstätte zum Matchwinner wurde. Max-Jacob Ost vom Rasenfunk würde augenzwinkernd sagen: “Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.” Und damit hat er wahrscheinlich recht.

„Luft holen gibt’s heute nicht!“

11. Februar 2018 at 11:07

1. FC Magdeburg – SC Preußen Münster, 24. Spieltag, 3:1 (3:1)

Wie gut, dass man sich auf einige Dinge im Leben einfach verlassen kann. Spielt beispielsweise der 1. FC Magdeburg in der 3. Liga gegen den SC Preußen Münster, kann man davon ausgehen, dass die Größten der Welt die Partie wohl gewinnen werden – so auch an diesem wichtigen 24. Spieltag, an dessen Ende ein vollkommen verdienter 3:1-Heimerfolg auf der Anzeigetafel des Heinz-Krügel-Stadions stand. Und auch wenn in dieser Partie längst nicht alles funktionierte und der Club beileibe nicht fehlerfrei agierte, lässt sich doch festhalten, dass der Auftritt gegen den Tabellen-14. (jetzt -15.) in so ziemlich allen Belangen das genaue Gegenteil dessen war, was Christian Beck, Tobias Schwede und Co. am letzten Wochenende in Würzburg auf den Rasen brachten. Die Konzentration lag auf dem eigenen Spiel und nicht auf dem Schiedsrichter, es wurde gekämpft, geackert, kombiniert, getroffen und plötzlich waren da wieder das Selbstvertrauen aus der Hinrunde und die Selbstverständlichkeiten im Spiel, die dem Club in den vorangegangenen Partien noch überwiegend abgegangen waren. Ob das schon wieder der FCM war, der uns in der Hinrunde so begeistert hat, wird sicher erst das nächste Spiel in Bremen zeigen können. Fest steht aber: der Sieg gegen Preußen Münster war definitiv ein großer Schritt zurück in die Erfolgsspur.

No Offensivspiel, no party

4. Februar 2018 at 12:09

Würzburger Kickers – 1. FC Magdeburg, 23. Spieltag, 1:0 (1:0)

Es ist eine Szene aus der 85. Minute, die die Partie der Würzburger Kickers gegen den 1. FC Magdeburg an diesem 23. Spieltag aus Gästesicht ganz gut zusammenfasst: Dennis Erdmann schlägt einen langen Pass aus der Magdeburger Hälfte in Richtung Sechzehnmeterraum. Nach einigem Kopfball-Pingpong zwischen Julius Düker, Christian Beck und der Würzburger Abwehr landet der Ball schließlich bei Tobias Schwede, dem das Spielgerät in bester Schussposition an der Strafraumgrenze über den Schlappen rutscht. Trotzdem gelingt es Julius Düker noch, in Richtung Grundlinie und Marius Sowislo zu lupfen. Der Pass gerät aber ein Stückchen zu weit, sodass der Kapitän den Ball nur noch über Kopf in die Mitte spielen kann. Dort steht Würzburgs Keeper Drewes, der die Kugel schließlich sicher fängt. So oder so ähnlich sah es über weite Strecken aus, das Offensivspiel des Tabellenzweiten beim Zweitliga-Absteiger, der das Feld an diesem 23. Spieltag unter dem Strich vollkommen verdient als Sieger verließ. “Drei Spiele, ein Tor, ein Punkt” lautet nunmehr die bisherige Ausbeute des 1. FC Magdeburg im Jahr 2018. Zu wenig für die selbst formulierten Ansprüche.