Winterpause

21. Dezember 2017 at 18:00

Winterpause, Weihnachten, Jahreswechsel – auch wenn der Ball gerade nicht rollt, mag ich diese Zeit. Es gilt, abzuschalten, die Gedanken mal auf etwas anderes als das runde Leder zu richten, Zeit mit Menschen zu verbringen, die von Juli bis Mai viel, viel zu kurz kommen, endlich mal wieder in Ruhe auf der Couch ein Buch zu lesen, das alte Jahr austrudeln zu lassen, das neue zu begrüßen und einfach mal durchzuschnaufen. 2017 war wieder ein äußerst spannendes, aber durchaus auch kräftezehrendes Jahr, in dem viel passiert ist, ich erneut viele großartige Menschen treffen und kennenlernen durfte und in dem nicht zuletzt unser 1. FC Magdeburg eindrucksvoll bewiesen hat, warum ganz oben an der Spitze nur und ausschließlich die blau-weiße Fahne mit unserem Emblem wehen kann.

Buchbesprechung: “Außenlinien”

18. Dezember 2017 at 17:03

Wodka, Koks und eine vollkommen irre Tour von Osteuropa bis nach Deutschland – einerseits ließe sich Jente Knibbiches aktuelles Buch “Außenlinien” mit diesen drei Schlagworten recht gut zusammenfassen, andererseits würde eine solche Zusammenfassung dem zweiten Roman des Köthener Clubfans nicht einmal ansatzweise gerecht werden.

Wintergala

17. Dezember 2017 at 10:26

1. FC Magdeburg – SG Sonnenhof Großaspach, 20. Spieltag, 3:0 (3:0)

Wenn das mal nicht ein ordentliches Ausrufezeichen war, mit dem sich der 1. FC Magdeburg gegen die SG Sonnenhof Großaspach in die Winterpause verabschiedet hat! Es sind ja nicht nur die drei Tore und die Ergebnisse auf den anderen Plätzen, die die geneigte Anhängerschaft nun (mindestens) einen guten Monat lang handfest von der 2. Liga träumen lassen – es ist auch die Art und Weise, mit der die Größten der Welt dieses letzte Heimspiel eines sensationellen Jahres bestritten und völlig verdient gewonnen haben. Und auch wenn es selbst beim Aufschreiben noch schlichtweg unglaublich klingt: Mit nunmehr zehn (!!) Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz grüßt der 1. FC Magdeburg am Ende dieser 20. Runde in der Dritten Liga tatsächlich vom ersten Tabellenplatz. Zehn Punkte, das sind drei Siege und ein Unentschieden. Eigentlich sind das Welten. Und noch viel eigentlicher kann sich selbst ein 1. FC Magdeburg, der in seiner Geschichte ja nun schon so einige Dinger verpatzt hat, diese Chance, in die 2. Liga aufzusteigen, nicht mehr nehmen lassen. Darf sich diese Chance nicht mehr nehmen lassen. Was für eine unfassbar gute Ausgangsposition für verbleibenden 18 Partien der Saison.

Jubel, Trubel, Heiserkeit

9. Dezember 2017 at 13:36

1. FC Magdeburg – Sportfreunde Lotte, 19. Spieltag, 2:0 (2:0)

Der 1. FC Magdeburg kann es also auch unaufgeregt. Nach den letzten Partien, in denen man die geneigte Anhängerschaft bis zum Abpfiff kräftig zittern ließ, erledigte das Team von Jens Härtel die Aufgabe „Sportfreunde Lotte“ diesmal durch ein frühes und ein spätes Tor im Prinzip bereits in der ersten Hälfte, ließ den zweiten Durchgang dann recht routiniert herunterlaufen und grüßt nach dem erfolgreichen Auftakt in den 19. Spieltag zumindest für eine Nacht von der Drittliga-Tabellenspitze. Die Glanzpunkte der Partie setzten neben den beiden Torschützen Christian Beck und Christopher Handke einmal mehr die Stadionbesucher, was explizit auch die „Freibier Ultras“ aus Lotte einschließt, die an dieser Stelle schon allein wegen ihrer Zaunfahne mit entsprechender Aufschrift Erwähnung finden müssen. Es war einfach mal wieder einer dieser Abende, die einen trotz unangenehmer Temperaturen mit einem mächtig guten Gefühl ins Wochenende starten ließen.

Murmeltiertag oder: “Döp, döp, döp” – reloaded

3. Dezember 2017 at 8:51

Chemnitzer FC – 1. FC Magdeburg, 18. Spieltag, 2:3 (1:3)

“…und wochenendlich grüßt das Murmeltier”, könnte man fast denken, machte es der 1. FC Magdeburg an diesem 18. Spieltag beim Chemnitzer FC doch mal wieder deutlich spannender, als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Am Ende von recht unterhaltsamen 90 Minuten stand aus blau-weißer Sicht ein 3:2 auf der Anzeigetafel, was sowohl die Spielanteile ganz gut widerspiegelte als auch drei weitere Punkte im Kampf um den Aufstieg auf die Habenseite schaufelte. Dass es in einem eigentlich völlig überlegen geführten Spiel überhaupt noch einmal spannend wurde, lag einerseits an anderthalb defensiven Aussetzern der Gäste von der Elbe und andererseits an Daniel Frahn, der sein (auf die bisherige Saison gesehen) ziemlich strauchelndes Team mit einem Doppelpack in der Partie hielt. Sei es drum; am Ende bewiesen die Größten der Welt eine Qualität, die in dieser Spielzeit schon des Öfteren zu sehen war: Sie retteten einen knappen Vorsprung so über die Zeit, dass der Gegner zwar zum Ende hin mehr vom Spiel hatte, aber eben zu keinem wirklich klaren Abschluss mehr kam (okay, das letzte Spiel nehmen wir da mal aus). Möglicherweise ist genau das ja der Stoff, aus dem Zweitliga-Aufsteiger gemacht werden.