Kassensturz #2

29. Dezember 2016 at 10:37

Das Jahr 2016 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen, was auch bedeutet, dass für Nur der FCM! das erste volle “Mehr-als-nur-ein-Hobby”-Quartal mit dem mittelfristigen Ziel “Kostendeckung” und dem Fernziel “zweites Standbein” endet. Zeit also, wie beim letzten Kassensturz angekündigt, eine erneute kleine Zwischenbilanz zu ziehen, zu schauen, wie sich nurderfcm.de in den vergangenen drei Monaten entwickelt hat und zu überlegen, was für die nächsten Monate in Planung ist.

Im Gespräch mit: Bodo Schmidt (Teil 3)

27. Dezember 2016 at 15:00

181 Bundesligapartien für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, zwei Deutsche Meisterschaften – und zwischen 1998 und 2002 insgesamt 111 Spiele für den 1. FC Magdeburg. Keine Frage: Bodo Schmidt war nicht nur Kapitän der Magdeburger Mannschaft, die den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal warf und in der gleichen Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, sondern um die Jahrtausendwende auch eine der wichtigsten Spielerpersönlichkeiten bei den Größten der Welt. Ich traf unseren ehemaligen Kapitän Ende Oktober in seinem Heimatort Niebüll in Schleswig-Holstein, wir plauderten über Taktik im Amateurfußball, die Neue Deutsche Welle im Herrenkrug Parkhotel, das Leben nach dem Profi-Fußball und natürlich über die Zeit als Spieler beim 1. FC Magdeburg. Ein Interview in drei Teilen (hier geht es zum ersten und hier zum zweiten Teil).

Teil 3: Tote Krähen im Mittelkreis, Party im Herrenkrug und die Anlagen des Maik Franz

Hinrundenfazit 2016/2017

23. Dezember 2016 at 10:48

Zweiter Platz. Dreiunddreißig Punkte. Nach neunzehn Spielen. Man muss es wirklich ausschreiben, um es einigermaßen fassen zu können, aber ja: der 1. FC Magdeburg überwintert in seiner zweiten Profi-Saison tatsächlich auf einem direkten Aufstiegsplatz. Wenig verwunderlich, dass da jetzt an der einen oder anderen Stelle zarte oder auch schon kräftigere Aufstiegsträume sprießen… Bis es aber soweit ist, dass wir uns ernsthaft darüber Gedanken machen müssen, wie wir an einem Montagabend nach Kaiserslautern kommen, steht jetzt erst einmal die Winterpause an. Zeit genug also, um auf die erste Saisonhälfte 2016/2017 zurückzublicken und sich ansonsten tagtäglich an der aktuellen Drittligatabelle zu laben. Ein Hinrundenfazit in drei Teilen.

Bierduschen ins Glück

18. Dezember 2016 at 12:31

Sportfreunde Lotte – 1. FC Magdeburg, 19. Spieltag, 1:3 (0:0)

Bierduschen sind in aller Regel ja weniger angenehm – vor allem, wenn es draußen gefühlte 3 Grad sind, man im Stadion der Sportfreunde Lotte auf der hoffnungslos überfüllten Gegengerade steht und noch etwa 40 Minuten zu gehen sind. Wenn dann aber nur eine Spielszene später der nächste Hopfenregen niedergeht, einem das mitten in der vollkommen ekstatischen Eskalation auf den Traversen total egal ist und man sich wahllos mit wildfremden Menschen in den Armen liegt, dann weiß man: Hier ist gerade etwas Außergewöhnliches passiert. In diesem Fall handelte es sich um einen Doppelschlag von Christian Beck und Julius Düker kurz nach Wiederanpfiff, der die Begegnung zwischen den Sportfreunden und dem FCM am 19. Spieltag eigentlich hätte entscheiden müssen, es wegen tapfer kämpfender Gastgeber nicht so richtig tat und dem letzten Punktspiel 2016 trotzdem wohl die entscheidende Wendung gab. 3:1 hieß es am Ende aus Magdeburger Sicht nach einem wahnsinnig intensiven Auftritt in Lotte, der die Größten der Welt nun tatsächlich auf einem direkten Aufstiegsplatz überwintern lässt.

Buchbesprechung: “Vom Stadion zur Arena”

13. Dezember 2016 at 18:00

Ob die Ränge des altehrwürdigen Ernst-Grube-Stadions wohl dem rhỵthmischen Hüpfen mehrerer tausend Fans dauerhaft standgehalten hätten? Wir werden es nie erfahren; bekanntermaßen musste die traditionsreiche Spielstätte 2005 einer neuen Arena weichen, die seit 2006 als “Heinz-Krügel-Stadion” ihre ganz eigene Geschichte schreibt. Fast fünfzig Jahre lang begeisterte der 1. FC Magdeburg jedenfalls ganze Fan-Generationen im “Grube”, auch mich hat der blau-weiße Virus seinerzeit noch auf der zugigen Gegengerade erwischt. Steht man heute auf dem Heinz-Krügel-Platz, erinnert nichts mehr an das alte Stadion. Umso schöner ist es daher, wenn einem hin und wieder Bücher in die Hände fallen, die einer Spielstätte huldigen, in der Diego Maradona Pflichtspieltore erzielte und Mannschaften wie Sporting Lissabon vom 1. FC Magdeburg in ihre Schranken gewiesen wurden. Eins dieser Bücher hat Klaus-Hendrik Mester geschrieben, es trägt den Titel “Vom Stadion zur Arena”.

Perspektivenwechsel

11. Dezember 2016 at 9:21

1. FC Magdeburg – VfR Aalen, 18. Spieltag, 3:0 (2:0)

Na bitte, es geht doch! Kaum wünscht man sich an der einen oder anderen Stelle mal einen entspannten Fußballnachmittag mit einem Spiel, das frühzeitig entschieden ist und dann nur noch souverän heruntergespielt werden muss, liefert der 1. FC Magdeburg auch gleich einen der unaufgeregt-überzeugendsten Heimauftritte der jüngeren Drittliga-Geschichte ab. 3:0 heißt es am Ende gegen das bis dato drittstärkste Auswärtsteam der Liga, vor dem letzten Punktspiel des Jahres rangiert man auf Relegationsplatz 3 und untermauert mit einer Vorstellung, bei der der Sieg im Prinzip nie in Gefahr war, seine bockstarke derzeitige Form. Eigentlich unwichtiger, trotzdem aber ganz angenehmer Nebeneffekt: auch tabellarisch steht man nun wieder da, wo man selbstverständlich hingehört: vor Sachsen-Anhalts ewiger Nummer 2. 

Serientäter

4. Dezember 2016 at 21:08

FSV Frankfurt – 1. FC Magdeburg, 17. Spieltag, 0:1 (0:1)

Es ist schon bemerkenswert, was der 1. FC Magdeburg derzeit abliefert. Seitdem die Mannschaft im Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock in der 93. Minute noch den Ausgleich hinnehmen musste, gewann man drei Partien in Serien und schaffte es dabei ebenso oft, aus einer jeweils engen Kiste am Ende tatsächlich auch einen Sieg zu machen. Das Ergebnis liest sich dann so: 17 Spiele, 27 Punkte, Tabellenplatz fünf und nur zwei magere Zähler Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz. Oder 9 auf die erste Position unter dem Strich, je nach Laune und Weltbild vermutlich. Gegen den FSV Frankfurt konnte der Club diesmal in beiden Halbzeiten überzeugen, wenngleich mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten: Ließ man die Gastgeber in den ersten 45 Minuten so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen und lag man nach dem Tor von Julius Düker in der 19. Minute zur Pause völlig verdient in Front, verteidigte man das 1:0 in Durchgang 2 klug und engagiert und nahm die drei Punkte unter dem Strich auch verdient mit zurück an die Elbe. 

Im Gespräch mit: Bodo Schmidt (Teil 2)

2. Dezember 2016 at 15:30

181 Bundesligapartien für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln, zwei Deutsche Meisterschaften – und zwischen 1998 und 2002 insgesamt 111 Spiele für den 1. FC Magdeburg. Keine Frage: Bodo Schmidt war nicht nur Kapitän der Magdeburger Mannschaft, die den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal warf und in der gleichen Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, sondern um die Jahrtausendwende auch eine der wichtigsten Spielerpersönlichkeiten bei den Größten der Welt. Ich traf unseren ehemaligen Kapitän Ende Oktober in seinem Heimatort Niebüll in Schleswig-Holstein, wir plauderten über Taktik im Amateurfußball, die Neue Deutsche Welle im Herrenkrug Parkhotel, das Leben nach dem Profi-Fußball und natürlich über die Zeit als Spieler beim 1. FC Magdeburg. Ein Interview in drei Teilen (hier geht es zu Teil 1).

Teil 2: Vom Aufstieg, der Insolvenz und dem bürgerlichen Leben nach dem Profi-Fußball