Eine Frage der Perspektive

22. September 2016 at 10:49

1. FC Magdeburg – SV Werder Bremen II, 8. Spieltag, 2:0 (1:0)

Zweiter Sieg in Folge, zweites gewonnenes Heimspiel der Saison und eine gänzlich ungewohnte Perspektive auf das Geschehen unten auf dem grünen Rasen – es gab definitiv schon, nun ja, gewöhnlichere Spieltage im heimischen Heinz-Krügel-Stadion. Was am Ende des Tages aber vor allem zählt, sind die drei Punkte gegen die U23 des SV Werder Bremen, die dafür gesorgt haben, dass sich der 1. FC Magdeburg bis auf den 12. Tabellenplatz vorschieben und seine kleine Negativserie vorerst beenden konnte. Bedanken konnten sich die Größten der Welt für diesen Sieg vor allem bei Jan Glinker, der fehlenden letzten Konsequenz im Bremer Angriffsspiel und bei Tarek Chahed, der mit seinem großartigen 2:0 und seinem noch großartigeren Laufweg vorher deutlich gezeigt hat, warum es sich einfach lohnt, auch in der Nachspielzeit noch jedem Ball engagiert hinterher zu jagen. 

Zurück zu alten Tugenden

18. September 2016 at 12:20

SC Preußen Münster – 1. FC Magdeburg, 7. Spieltag, 2:3 (1:2)

Nimmt man die Erleichterung auf den Gesichtern der Spieler und des Anhangs im Gästeblock als Indiz, muss die Anspannung, die nach Abpfiff von allen Beteiligten abfiel, bis nach Magdeburg spürbar gewesen sein. Was für ein Spiel und was für ein immens wichtiger Auswärtssieg in der 7. Runde dieser bisher einigermaßen verkorksten Drittligasaison! Zumal, das muss man ganz deutlich sagen, im Duell des Tabellen-Achtzehnten gegen den Vorletzten nicht die fußballerisch bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewann, die sich ebenjenes Glück allerdings über die 90 Minuten auch hart erarbeitet hat. Ist letzten Endes aber eigentlich auch vollkommen egal: Das war nicht nur einer, das waren gleich ganze drei Bigpoints, die die Größten der Welt in Münster landen konnten. 

Wenn Herzensdinge laufen lernen

15. September 2016 at 19:00

Ein kluger Mensch prägte mal den Satz, dass man immer das machen sollte, was das Herz einem sagt. Das ist per se natürlich erst einmal richtig, gleichzeitig aber nicht immer ganz so einfach, insbesondere dann, wenn es die Frage betrifft, wie man eigentlich seinen Lebensunterhalt bestreiten will. Ihr kennt das: Neben dem Wunsch nach maximaler Selbstverwirklichung gibt es ja immer auch noch das Bedürfnis nach einem akzeptabel gefüllten Kühlschrank und einem Dach über dem Kopf. Beides will natürlich bezahlt werden, was letztlich dazu führt, dass man eben arbeitet, um Geld zu verdienen, um damit dann die Dinge zu finanzieren, die einem Spaß bringen und am Herzen liegen. Und wenn man richtig Glück hat, fällt beides zusammen – der Job, der die Brötchen bezahlt und Spaß an dem, womit man den überwiegenden Teil seiner Woche verbringt.

Sorgenfalten

10. September 2016 at 23:36

1. FSV Mainz 05 II – 1. FC Magdeburg, 6. Spieltag, 1:0 (0:0)

Wenn der Tabellenletzte gegen die Nummer 17 im Klassement spielt, kann man wohl auch an einem 6. Spieltag schon von einem Kellerduell sprechen. Und wenn der Auftritt – und vor allem das Ergebnis – dieses Duells für den 1. FC Magdeburg so etwas wie ein Fingerzeig waren, wird man sich an den Begriff “Kellerduell” in dieser Saison im Zusammenhang mit Spielen des Clubs wohl gewöhnen müssen. Nach einer wirklich guten ersten und einer phasenweise schlimmen zweiten Hälfte, in der den Größten der Welt trotz Rückstandes lediglich zwei mehr (Razeek) oder weniger (Müller) gefährliche Torschüsse gelangen, unterlag man den Gastgebern mit 1:0 und musste eigentlich froh sein, nicht noch das eine oder andere weitere Tor kassiert zu haben. Während die jungen Mainzer sich nun über ihren ersten Saisonsieg freuen, steht der 1. FC Magdeburg mit 4 Niederlagen aus 6 Spielen erst einmal unter dem Strich – und muss am nächsten Spieltag zum Tabellenvorletzten nach Münster.

Kleine Schritte

2. September 2016 at 17:28

FSV Zwickau – 1. FC Magdeburg, 2. Spieltag (Nachholspiel), 0:0 (0:0)

Mitunter können es auch die kleinen Schritte sein, die Stück für Stück (zurück) zum Erfolg führen. Einen solchen kleinen Schritt unternahmen die Größten der Welt in der Nachholpartie des 2. Spieltags beim Aufsteiger aus Zwickau, wenngleich es im Laufe der Begegnung etliche Möglichkeiten gab, aus dem Stand gleich einen ganzen Satz nach vorn zu machen. Trotz bester Möglichkeiten gelang es allerdings nicht, den Ball im Tor unterzubringen, sodass man sich gegen spielerisch arg limitierte Gastgeber mit einem Punkt zufrieden geben musste. Das ist ärgerlich, weil man wohl davon ausgehen kann, dass der erste Treffer die Partie mutmaßlich auch entschieden hätte und doppelt ärgerlich, weil Kapitän Sowislo ebenjenen Treffer per Elfmeter auf dem Fuß hatte, aber eher kläglich vergab. Dass man mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden sein kann, lag vor allem daran, dass es gelang, mal wieder zu null spielen und darüber hinaus die einzige, dafür aber ziemlich scharfe Waffe gut zu verteidigen, die der FSV Zwickau in diesem Spiel zur Verfügung hatte: Standards nämlich. Es geht zumindest in dieser Hinsicht also aufwärts beim 1. FC Magdeburg, wenn auch ‘nur’ in den eingangs erwähnten kleinen Schritten.