Finger weg vom Panikbutton

28. August 2016 at 18:21

1. FC Magdeburg – MSV Duisburg, 5. Spieltag, 1:2 (1:2)

Vier Spiele, drei Niederlagen, drei von 12 möglichen Punkten. Soweit die harten Fakten nach der Begegnung gegen den MSV Duisburg. War man gegen Fortuna Köln einfach schlecht und leistete man sich gegen Osnabrück drei ordentliche Schlafeinlagen, war man dem MSV an diesem fünften Spieltag (die 2. Runde holt der 1. FC Magdeburg bekanntermaßen am kommenden Donnerstag in Zwickau nach) schlicht und ergreifend in zu vielen Dingen unterlegen. Was prinzipiell erst mal nicht schlimm ist, weil es schon mit dem Teufel zugehen muss, wenn der MSV Duisburg nicht bis zum Saisonende ganz oben mitspielt, während der Auftrag des 1. FC Magdeburg im zweiten Jahr nach dem Aufstieg definitiv nur “Klassenerhalt” heißen kann.

“Feige Schweine”

22. August 2016 at 16:53

1. FC Magdeburg – SG Eintracht Frankfurt, DFB-Pokal 2016/2017, 1. Runde, 3:4 n.E. (0:1, 1:1)

Wenn man auf der Rückfahrt vom Spiel zweieinhalb Stunden im Stau steht, hat man ja viel Zeit zum Nachdenken. Zum Beispiel darüber, dass dieses Erstrundenmatch im DFB-Pokal eigentlich Stoff für mindestens drei ganz unterschiedliche Blogbeiträge geliefert hat. Da wäre zum einen die unsägliche mediale Begleitung vor und nun selbstredend auch nach dem Spiel. Es ist der Aussage unseres Trainers auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Begegnung absolut zuzustimmen, wenn er sinngemäß sagt, dass einige Journalisten den Abpfiff vermutlich gar nicht mehr im Stadion erlebt haben, weil sie ja ihre Story längst hatten. Und ja, natürlich muss man in dem Zusammenhang auch über die Ereignisse kurz nach Beginn der 2. Halbzeit sprechen. Genauso wie aber auch über die Situation am Einlass und die Frage, wie und wann unser Verein eigentlich auf die großartige Idee kam, zu diesem Spiel lediglich einen einzigen Zugang zum “Sektor” Nordtribüne zu öffnen. Schließlich wurde nebenbei auch noch ein wenig Fußball gespielt und hier hätten allein das Elfmeterschießen und die Abgezocktheit eines Leopold Zingerle einen eigenen Beitrag verdient. Wo also anfangen? Vielleicht einfach erst einmal beim Sportlichen.

Erste Eindrücke

16. August 2016 at 19:00

Vier Spieltage sind in der Drittligasaison 2016/2017 bereits absolviert und für die Mehrzahl der Mannschaften steht nun erst einmal eine DFB-Pokal-Pause an. Der 1. FC Magdeburg (gegen Eintracht Frankfurt), der Hallesche FC (gegen den 1. FC Kaiserslautern), Hansa Rostock (gegen Fortuna Düsseldorf), der FSV Frankfurt (gegen Wolfsburg), die Sportfreunde Lotte (gegen Werder Bremen), der MSV Duisburg (gegen den 1. FC Union Berlin), Jahn Regensburg (gegen Hertha BSC), der FSV Zwickau (gegen den HSV) und der SC Paderborn (gegen den SV Sandhausen) kämpfen derweil um den lukrativen Einzug in die zweite Pokalrunde. Natürlich lassen sich nach vier Punktspielen (bzw. 3, wenn man Zwickau oder Magdeburg heißt) noch keine großen Tendenzen oder Trends erkennen, wohl aber erste Eindrücke wiedergeben. So hätten die vermeintlichen Aufstiegsfavoriten nicht unterschiedlicher aus den Startlöchern kommen können und hat überhaupt die 3. Liga jetzt schon wieder bewiesen, dass sie eigentlich und im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar ist.

Zwischen Tiefschlaf und Kraftakt

14. August 2016 at 12:48

VfL Osnabrück – 1. FC Magdeburg, 4. Spieltag, 3:2 (0:0)

Es gibt ja so Niederlagen, die man relativ schnell abhaken kann, zum Beispiel dann, wenn der Gegner schlicht und ergreifend besser war oder die eigene Mannschaft einen rundum gebrauchten Tag erwischt hatte. Der Auftakt in die Drittligasaison 2016/2017 gegen den SC Fortuna Köln war so ein Spiel. Man hätte vermutlich noch ewig weiterspielen können, ein Sieg wäre an jenem Tag mit einiger Sicherheit nicht gelungen. Dann wiederum gibt es Niederlagen, die einen länger beschäftigen, weil sie so unnötig sind wie der Hallesche FC. In genau diese Kategorie gehört das 2:3 der Blau-Weißen am 4. Spieltag gegen den VfL Osnabrück, eine Partie, die man im Leben nicht verlieren muss und schon gar nicht durch einen schlecht verteidigten Eckball in der 87. Minute, nachdem man sich gerade erst von einem selbst verschuldeten 0:2-Rückstand wieder in die Partie gebissen hatte. 

Profifußballparadoxien

6. August 2016 at 10:00

Es gibt da eine Sache, die mich schon eine ganze Weile beschäftigt und von der ich gar nicht so richtig weiß, wie ich sie eigentlich ausdrücken soll. Angefangen hat das, so meine ich, mit dem Aufstieg unseres 1. FC Magdeburg in den Profifußball, vielleicht (wahrscheinlich) aber auch schon früher. Wenn ich überlege, unter was für einem Stichwort sich meine diffusen Gedanken an der Stelle am ehesten zusammenfassen lassen, fällt mir als allererstes der Begriff ‘Professionalisierung’ ein, wobei es das irgendwie nicht bzw. nicht vollständig trifft. Im Prinzip geht es eher um die Frage, wie sich unser Verein und sein Umfeld durch den sportlichen Erfolg in den letzten Jahren verändert haben und in der Zukunft noch verändern werden. Und wohl auch ein kleines bisschen darum, ob nicht vielleicht der Aufstieg und der Rausch des ersten Jahres dafür gesorgt haben, dass eine Diskussion darüber, was das jetzt alles mit uns macht und wie wir uns gegenseitig zueinander verhalten sollten, irgendwie auf der Strecke geblieben ist.

Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen

1. August 2016 at 17:40

1. FC Magdeburg – SC Fortuna Köln, 1. Spieltag, 0:3 (0:1)

Sagen wir es mal so: Es ist noch Luft nach oben. Viel Luft. Was ja prinzipiell erst einmal eine gute Sache ist, schließlich ist es für so eine Saison-Dramaturgie vermutlich eher besser, schwach anzufangen und stark aufzuhören als andersrum. Und schwach angefangen haben die Größten der Welt die Punktspielrunde 2016/2017 fürwahr, mit einer 0:3-Niederlage gegen die Kölner Fortuna als logischer Konsequenz. Unschön zudem: da der 1. FC Magdeburg und der FSV Zwickau ihre für den 2. Spieltag geplante Begegnung erst am 01.09. austragen, wird der Club die untere Tabellenregion bis zur nächsten Heimpartie gegen den SC Paderborn nicht verlassen können. Keine Frage, diesen Saisonauftakt hatte man sich an der Elbe ganz, ganz anders vorgestellt.