Die Stadien der Anderen, Teil 3

29. September 2015 at 19:11

Südstadion, Köln

Nach einem alten Bundesligastadion mit Stahlrohrtribünen und einem besseren Sportplatz mit Meuselwitz-Flair ging die Reise für die Größten der Welt am 6. Spieltag 2015/2016 ins schmucke Südstadion zu Köln. Die dort beheimatete Fortuna spielt in einer kleinen, aber durchaus interessanten Arena mit Laufbahn, einer überdachten Tribüne und ansonsten jeder Menge Stehplätze ohne Regenschutz. Insgesamt finden laut Wikipedia exakt 14.944 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz, ausverkauft war das Südstadion allerdings in den letzten 31 Jahren nur ein einziges Mal: In der Relegation zur 3. Liga am 28. Mai 2014 gegen die Amateure des FC Bayern München. Teil 3 der Serie über die Spielstätten unserer diesjährigen Drittliga-Gegner.

Fünfunddreißig

27. September 2015 at 13:27

1. FC Magdeburg – FC Energie Cottbus, 11. Spieltag, 2-2 (0-0)

Mit einem Unentschieden endet also die erste richtig intensive Phase dieser Drittligasaison, in der die Größten der Welt in 16 Tagen 5 Punktspiele absolvierten. Die Bilanz von 2 Niederlagen (Stuttgart, Aalen), 2 Unentschieden (Rostock, Cottbus) und einem Sieg (Osnabrück) kann man wohl so mitnehmen, auch wenn es (Stichwort: Aalen) sicherlich mindestens noch 3 Punkte mehr hätten sein können. Gegen den FC Energie erzielte Christian Beck nach einem Cottbuser Abwehrfehler und einem daraus resultierenden Ballgewinn durch Lars Fuchs zunächst das 1-0, kassierte der Club dann aber umgehend nach einem Standard und defensiven Zuordnungsproblemen den Ausgleich. Wenig später stand es gar 1-2 aus Magdeburger Sicht: Einen blitzsauberen Konter nutzten die Gäste, genauer: nutzte Torsten Mattuschka zur Führung. Schließlich sorgte ein viel diskutierter Elfmeter in der Nachspielzeit, den erneut Christian Beck sicher verwandelte, vor 19.453 (!) Zuschauern für den Endstand.

Und während der größte Teil der anwesenden Fans – angetrieben von einem überragend aufgelegten Block U – ihre Mannschaft feierte und einmal mehr für Gänsehautstimmung sorgte, verbrachte ich den überwiegenden Teil des Spiels damit, intensiver über die Zahl 35 nachzudenken.

Spieltagsvorschau: FC Energie Cottbus (H)

25. September 2015 at 17:00

3. Liga, 11. Spieltag, 26.09.2015

Bevor die Mannschaft nach zwei ordentlich anspruchsvollen englischen Wochen in Folge wieder durchschnaufen kann, steht zunächst erst einmal noch das Duell gegen die Lausitzer aus Cottbus auf dem Spielplan. Im Gegensatz zu einigen anderen Mannschaft in der Liga sind die letzten Duelle mit dem FC Energie noch gar nicht allzu lange her, im DFB-Pokal traf man sich zuletzt 2009/2010 und 2013/2014 jeweils in der 1. Runde. Beide Male hatte Cottbus knapp das bessere Ende für sich, kommt dieses Mal aber als krisengeschüttelter Liga-Konkurrent an die Elbe. Blau-Weiß hingegen wird an die starken bisherigen Heimauftritte anschließen wollen und das Ziel verfolgen, zum Abschluss intensiver Tage, die dem Team alle im Fußball möglichen Ergebnisse bescherten, einen weiteren Heimdreier zu landen.

Adrenalin

24. September 2015 at 18:00

F.C. Hansa Rostock – 1. FC Magdeburg, 10. Spieltag, 1-1 (0-0)

Lokschaden kurz hinter Hamburg, langsam vorausfahrende Züge, tiefenentspannte Staatsdiener, die wirklich bis zur allerletzten Minute warten, bis sie den letzten Shuttlebus zum Stadion fahren lassen – es wirkte fast so, als hätte jemand etwas dagegen, dass ich das erste Duell der beiden alten Oberliga-Rivalen seit 25 Jahren live erlebe. Mit reichlich Puls stolperte ich dann aber glücklicherweise genau 2 Minuten vor Anpfiff in den prall gefüllten Gästeblock und wurde in der Folge Zeuge einer Partie, die sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen war, dafür aber immerhin mit einem weiteren (vielleicht etwas glücklichen) Auswärtspunkt für Blau-Weiß endete.

Spieltagsvorschau: F.C. Hansa Rostock (A)

22. September 2015 at 19:00

Eine der Partien, auf die man sich im blau-weißen Fanlager nach dem Drittliga-Aufstieg wohl am meisten gefreut haben dürfte, ist die beim F.C. Hansa Rostock. 25 Jahre ist es her, dass die Größten der Welt zuletzt in einem Pflichtspiel gegen Hansas Erste im Ostseestadion aufdribbelten. Während die Hansa-Kogge seit der Wende stets durch Profi-Gewässer schipperte, gab es für den 1. FC Magdeburg in dieser Zeit lediglich Pflichtspielvergleiche gegen die zweite Mannschaft – zuletzt im Februar 2010 in der Regionalliga vor gerade einmal 588 Zuschauern. Diese Zahl dürfte am 10. Spieltag schon allein durch die anwesenden Personen im Gästeblock locker überboten werden, wenngleich die Ansetzung in einer englischen Woche aus Fan-Perspektive natürlich eher unglücklich ist. Für eine stattliche Kulisse wird trotzdem gesorgt sein, machen sich doch allein schon per Sonderzug 950 Magdeburger auf den Weg an die Ostsee.

Auswärtsfahrtenspitzenreiter

20. September 2015 at 17:36

Der 1. FC Magdeburg hat in der 3. Liga inzwischen einige Premieren erlebt. Da wären das erste Profispiel der Clubgeschichte überhaupt, der erste Auftritt in Mainz oder jüngst die erste Heimniederlage in der neuen Liga gegen den VfR Aalen. Auf eine Premiere aber warten die Größten der Welt noch immer: auf eine Auswärtspartie, die an einem Samstag oder einem Sonntag stattfindet. Mit dem 10. Spieltag, an dem es in der zweiten regulären englischen Woche nach Rostock geht, werden sechs von sechs Auftritten in der Fremde an einem normalen Arbeitstag stattgefunden haben – für Fans, die ihr Team regelmäßig auch auswärts unterstützen möchten, ein ganz schönes Brett. Und eines, das die Anhängerschaft der Größten der Welt bis zum Ende der Hinrunde mit einigem Abstand am häufigsten wird gebohrt haben dürfen. Aber das ist sicher alles nur Zufall. 

Urlaub!

7. September 2015 at 20:00

Oder: Ein Schal geht auf Reisen.

Als Anfang Juli der Spielplan veröffentlicht wurde, ging der erste Blick auf die Ansetzungen im September. Der Grund: Wenn man im beruflichen Kontext die einzige Person ist, deren Urlaubsplanung nicht von Ferienzeiten abhängt, bleibt im Wesentlichen nur jener Monat für eine wohlverdiente Auszeit. Dass der Jahresurlaub dann mitten in die Saison fällt, ist natürlich ziemlich ärgerlich und dass ihm dank der Osnabrück-Verlegung nicht nur zwei, sondern gleich drei Spiele zum Opfer fallen, umso mehr. Da der Blog aber nun mal nicht die Brötchen bezahlt, wird sich an dieser Situation so schnell wohl nichts ändern lassen. Immerhin gab es dafür im letzten Jahr Nikosia statt Nordhausen.

An dieser Stelle übrigens noch einmal der subtile und völlig zusammenhangslose Hinweis auf die Blog-Unterstützer-Seite.

Um es also kurz zu machen: Nur der FCM! macht einige Tage Urlaub, die Spiele bei den Stuttgarter Kickers und zuhause gegen Osnabrück und Aalen werden demzufolge im Blog nicht begleitet. Weiter geht es hier ab 21.09., also rund um die Partie beim FC Hansa Rostock.

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Während im Blog Sendepause ist, wird der Twitter-Account, so gut es geht, weiter gepflegt. Und wer dabei sein möchte, wie der FCM-Schal die eine oder andere Metropole Westeuropas erobert, der sollte den Instagram-Account im Auge behalten.

Also, bis zum zweiten Teil der anstehenden englischen Wochen, wenn die Größten der Welt dann mit hoffentlich 9 weiteren Punkten im Gepäck das Ostseestadion entern!

In der Blase

5. September 2015 at 13:31

Es ist ja verdammt bequem und im Moment auch ziemlich behaglich in der blau-weißen Fußballblase. Klar, man kann sich darüber ärgern, dass uns die Abstellung zweier Spieler des VfL Osnabrück für die U20- bzw. die U21-Nationalmannschaft ein unfreiwilliges spielfreies Wochenende und eine zusätzliche englische Woche beschert und die Heimpartie des 7. Spieltags gegen die Lila-Weißen nun an einem Dienstagabend um 18:30 Uhr stattfindet. Und man muss jetzt auch nicht unbedingt begeistert sein darüber, dass man mit Viktoria Berlin und der U23 von Eintracht Braunschweig unter der Woche zwei weitere Testspiele gegen Regionalligisten verlor – zumal die Begegnungen zu allererst mal eine willkommene Gelegenheiten gewesen sein dürften, mal wieder das eine oder andere auszuprobieren und den bisherigen Ersatzspielern ein wenig Spielpraxis zu verschaffen. Am Ende speist sich die Behaglichkeit ja doch immer noch irgendwo aus der Aufstiegseuphorie und dem glänzenden Saisonstart, der den Größten der Welt 11 Punkte nach 6 Spieltagen bescherte.

Und dann gibt es da diejenigen, die im Moment ganz andere Probleme haben als Tabellenstände, Verletztenlisten und Testspielniederlagen gegen Viertligisten. 

Die Stadien der Anderen, Teil 2

2. September 2015 at 20:35

Stadion “Platz 11”, Bremen

“Ja, ist denn schon wieder Regionalliga?” werden sich nicht wenige Blau-Weiße gedacht haben, als sie am vierten Spieltag unserer Drittliga-Premierensaison in der Heimspielstätte der Bremer U23 aufschlugen. Eine Laufbahn, irgendwelches Leichtathletikgerät, eine klitzekleine überdachte “Haupttribüne” und maximal schlechte Sicht auf den letzten der wenigen Stufen im Gästebereich ließen Erinnerungen an Zeiten wach werden, die noch gar nicht so lange her sind und an die man aber eigentlich erst einmal nicht mehr zurückdenken wollte. Der Kontrast zum Auswärtsspiel in Mainz hätte also kaum größer sein können – von der Stahlrohrtribüne auf die gemauerten Stufen oder: zurück zu den Wurzeln quasi. Teil 2 der Auswärtsstadienserie.