Weichenstellungen

27. Februar 2013 at 18:38

Tja, das war dann wohl nichts mit meinen prognostizierten 6 Punkten aus den ersten drei Rückrundenpunktspielen des Ersten Fussballclubs Magdeburg im Jahr 2013. Das lag allerdings mitnichten an der Mannschaft, dem Schiedsrichter, dem schlechten Rasen oder ungünstigen interstellaren Konstellationen, sondern vielmehr und schlicht und ergreifend an den derzeit herrschenden Witterungsbedingungen. Einzig das erste Punktspiel, ausgerechnet im schneesicheren Auerbach, konnte absolviert und auch gewonnen werden (allerdings unter zweifelhaften Bedingungen) – der Heimspielauftakt gegen den FC Carl Zeiss Jena fiel dem Winter ebenso zum Opfer wie das Auswärtsspiel beim Zipsendorfer Fußballclub Meuselwitz in der nach großem Sport klingenden bluechip-Arena (*hüstel*). Nun ist es ja nicht so, dass sich die Jahreszeit ‘Winter’ zwischen den Monaten November und Februar vollkommen unerwartet einstellen würde – scheinbar erwischen Schnee und Eis aber die Funktionäre beim für die Regionalliga Nordost zuständigen NOFV Jahr für Jahr ebenso unvorbereitet wie die Strategen bei der Deutschen Bahn. Während die Bahn den Betrieb nun schlecht einstellen kann, wäre es ja bei den Greisen des NOFV möglicherweise mal eine Überlegung wert, den Spielplan den Jahreszeiten zumindest insoweit anzupassen, als dass man vielleicht früher beginnt und später endet und dafür die Winterpause eben von vornherein ein wenig länger plant. Nun gut, so werden es wohl zu Beginn des zweiten Quartals 2013 einige fußballreiche, englische Wochen für unsere Elf, zumal nach aktuellem Stand das Spiel am Sonntag gegen den Berliner Athletik Klub 07 wohl auch mehr als nur auf der Kippe steht. Wie gesagt, natürlich vollkommen unerwartet und ganz plötzlich und ja auch zum ersten Mal und überhaupt… Ich muss zugeben, ein wenig frustriert bin ich ob des unfreiwilligen, verlängerten Club-Entzugs ja schon. Merkt man gar nicht, oder?

Erfreuliches und durchaus spannendes gibt es allerdings derzeit aus FCM-Sicht abseits des grünen Rasens zu vermelden. Nachdem im Winter ja bereits die (meiner Meinung nach) sehr vielversprechenden Christian Beck und Telmo Teixeira-Rebelo für den Rest dieser und für die nächste Saison verpflichtet wurden, gab es in den vergangenen Tagen und Wochen bereits weitere Weichenstellungen für die kommende Spielzeit. Das allein ist, sofern man den Weg des Ersten FC Magdeburg in der näheren Vergangenheit verfolgt hat, schon bemerkenswert, wurden doch in den vergangenen Jahren die Kaderplanungen – so zumindest die öffentliche Wahrnehmung – recht entspannt angegangen, um es mal vorsichtig zu formulieren. Dafür gab es dann immerhin unter anderem unterhaltsame Massencastings zu Saisonbeginn, aber das ist eine andere Geschichte. Die mit Abstand größere Überraschung, und zwar im positiven Sinne, gelang den Verantwortlichen allerdings mit der (Wieder)Verpflichtung von Lars Fuchs, der bereits in der Saison 2009/2010 in Magdeburg spielte, mit 16 Toren in 28 Ligaspielen einen sehr, sehr ordentlichen Eindruck hinterließ und darüber hinaus ein absoluter Sympathieträger in der blau-weißen Fangemeinde ist. In den letzten drei Jahren schnürte „Fuchser“ die Töppen für die zweite Mannschaft von Hannover 96, nun reizt es ihn offenbar, mal wieder vor mehr als 100 Leuten zu spielen, wie er in einem Interview mit FCM.TV kurz nach der Vertragsunterzeichnung wissen lässt:

Obwohl neben viel Euphorie im Rahmen der Verpflichtung auch Bedenken bezüglich der Wiederverpflichtung eines ehemaligen Spielers zu vernehmen waren, konnten die Verantwortlichen hier meiner Meinung nach überhaupt nichts falsch machen. Mit Fuchser weiß man, was man bekommt, und das dürften – sofern keine Verletzungen dazwischen kommen – gut und gerne mindestens 10 Tore sein. Dazu kommen Führungsqualitäten, die er in den vergangenen Jahren in Hannover bewiesen und sicher weiterentwickelt hat und ein klares Bekenntnis zu Blau-Weiß, was ihm sicher noch mehr als die ohnehin schon vorhandenen Sympathiepunkte einbringen wird.

Des weiteren war in Sachen Kaderplanung heute die erfreuliche Nachricht zu vernehmen, dass Stammtorhüter Matthias Tischer gleich für drei weitere Jahre bei den Größten der Welt unterschrieben hat. Auch das ist natürlich eine tolle Nachricht und ein klasse Signal an Verein und Umfeld. Und das sagt „Tischi“ selbst (ebenfalls via FCM.TV):

Ich schätze ja bekanntermaßen unsere unumstrittene Nummer 1 als äußerst soliden Regionalligatorwart ein, mit dem uns aber auch in einer eventuell mal zu bespielenden dritten Liga nicht unbedingt bange werden muss. Und ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn wir die Probe aufs Exempel gleich innerhalb seiner nun neuen Vertragslaufzeit machen würden.

Nicht ganz so lange wie Tischer, aber immerhin für 2 weitere Jahre verlängerte Christopher Reinhard unlängst sein Arbeitspapier. Genaugenommen war er eigentlich der erste, dessen Vertragsverlängerung im Jahr 2013 bekannt gegeben wurde, was ich damals schon als äußerst positives Signal gedeutet habe (und ich sollte ja Recht behalten 😉 ). Mit dem ehemaligen Junioren-Auswahlspieler, der unbestritten auf der linken Seite über enormes, für die Regionalliga sicherlich überdurchschnittliches Potential verfügt, konnte man quasi den ersten Spieler längerfristig binden, der erst vor der aktuellen Saison an die Elbe wechselte und der aber eigentlich aus der ersten Elf nicht (mehr) wegzudenken ist.

Insgesamt machen ja allein schon die entsprechenden Vertragslaufzeiten und die frühen Verkündungszeitpunkte deutlich, dass sich beim FCM endlich wieder einiges bewegt, der Verein insgesamt auf einem guten Weg ist und als Arbeitgeber für Fußballprofis offenbar wieder viel an Attraktivität zurückgewonnen hat. Die Verpflichtung von Lars Fuchs unterstreicht das eindrucksvoll. Insofern bin ich mal sehr gespannt, was die nächsten Wochen und Monate in Sachen Kaderplanung noch bringen werden – zumal wir zweifelsfrei in der sehr komfortablen Situation sind, die Mannschaft bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hinsichtlich der nächsten Spielzeit ‘feintunen’ zu können. Nach oben wird sicher nichts mehr gehen, nach unten hoffentlich auch nicht, sodass nun in Ruhe eingespielt und entwickelt werden kann. Mario Kallnik hat ja bereits verlauten lassen, dass es den (erneuten) großen Umbruch in der kommenden Saison nicht geben wird und bisher seinen Worten bereits einige Taten folgen lassen. Von daher erhoffe ich mir nun nach der bereits erfolgten Verstärkung der Offensive noch 1, 2 qualitativ hochwertige Zugänge für das (defensive) Mittelfeld und den Abwehrbereich und – abhängig davon, wer uns nach der Saison noch verlässt – eine weitere Stärkung des Kaders in die Breite. Sollten nämlich in der kommenden Saison wieder völlig unerwartet Schnee und Eis über uns hereinbrechen und für englische Wochen im März und April 2014 sorgen, während wir aber um die Tabellenspitze mitspielen, wäre ein gut besetzter „zweiter Anzug“ sicherlich nicht die schlechteste aller Optionen.

Kauft! Dieses! Heft!

14. Februar 2013 at 20:54

Werbung ist ja eigentlich nicht so meins. In diesem nun folgenden speziellen Fall allerdings kann ich sie gut vertreten, denn: eine Sache, die man gut findet und hinter der man steht kann man ja ruhigen Gewissens auch weiterempfehlen, oder?

Morgen nämlich erscheint die erste Ausgabe des neuen Fußballmagazins OstDerby, die mit einer sehr vielversprechenden, großen Bandbreite an Beiträgen an den Start geht und in der natürlich – es geht ja schließlich um den Fußball in den neuen Bundesländern – auch der Erste Fußballclub Magdeburg nicht fehlen darf und entsprechend vertreten ist. Bevor ich jedoch hier noch viele Worte verliere, möchte ich zur ersten Ausgabe gern die Herausgeber zu Wort kommen lassen, die das erste Heft in einer entsprechenden Pressemitteilung folgendermaßen ankündigen:

Kontroverse um neues Fußballmagazin (Ausgabe 1 erscheint diesen Freitag – 15. 2.)

Erfurt – Schon im Vorfeld der ersten Ausgabe von “OstDerby” gibt es teils heftige Debatten in den Fanforen im Internet. “OstDerby”, deren erste Ausgabe als eMagazin diesen Freitag (15. Februar) herauskommt, legt seinen Fokus hauptsächlich auf ostdeutsche Klubs. Anlass der Kontroverse ist die Berichterstattung über RB Leipzig durch den Rotebrauseblogger, der für den Sport-Blogger-Award des Jahres 2012 nominiert war. Einige Fans beanstanden, dass RB Leipzig ein künstlich hochgezüchter Verein sei und auschließlich von Red-Bull-Gründer Dietrich Matteschitz lebe. “OstDerby”-Mitherausgeber Michael Kummer wurde daraufhin als der “Gesandte von Matteschitz” beschimpft.

Unabhängig von dieser Auseinandersetzung will “OstDerby” journalistisch ausgewogen von Geschichten rund um den Fußballosten berichten, die es wert sind, erzählt zu werden. So wird im Titelthema der ersten Ausgabe der vergessene Triumph der DDR-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen von Montreal 1976 noch einmal von Fedor Freytag gewürdigt. Derselbe Autor und Mitherausgeber führte ein ausführliches Exklusiv-Interview mit Christian Preußer, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des FC Rot-Weiß Erfurt. Daneben berichtet unser Autor Eric Spannaus über seine Erfahrungen als Anhänger von Dynamo Dresden beim Auswärtsspiel in Cottbus, das er allerdings im Block der Heimmannschaft verbrachte. Neben diesen Reportagen wird es feste Rubriken wie “Mein erstes Mal” (beim Fußball), das “Fan-Poesie-Album” oder das “NahOstDerby”  geben.

Das eMagazin “OstDerby” erscheint vierteljahrlich und versteht sich als “11 Freunde des Ostens”. Unsere Autoren sind vor allem eins – Liebhaber des ostdeutschen Fußballs, die für solche schreiben. Debatten über Artikel werden nicht ausbleiben und sind, ganz im Gegenteil, auch gewünscht. So wie es zu jedem guten Fußballspiel einen Nachklapp gibt und enge Freunde sich in Rage reden, will auch “OstDerby” ein Treffpunkt sein, in denen Fans etwas über ihren Lieblingsklub nachlesen und sich darüber austauschen können. Wegen der vierteljährlichen Erscheinungsweise von “OstDerby” wird es keine tagesaktuelle Berichterstattung geben, was von Beginn an Teil des Konzepts ist. So sollen Geschichten Eingang finden, die im Tagesgeschäft vieler Printmedien meist unberücksichtigt bleiben. Der Begriff “Fussballosten” ist weitläufig zu verstehen. Der Großteil der Artikel wird sich auf ostdeutsche Fußballklubs beziehen, aber auch Berichte über den Fußball in Osteuropa oder in Nahost (wie in Ausgabe 1) wird es geben.

Bei Interesse an einer Berichterstattung sind auch Interviews mit den Herausgebern, u. a. Michael Kummer, möglich.

Pressekontakt:

Reinhard Hucke

Tel: 01772768160

Email: pressesprecher@ostderby.de

www.ostderby.de

www.facebook.com/fussballosten

Wie war das gleich? “In den Farben getrennt, in der Sache vereint”. Oder so. Deswegen (und weil möglicherweise auch ich einen kleinen Teil zur ersten Ausgabe beitragen konnte 😉 ) rufe ich Euch zu:

Kauft! Dieses! Heft! Also dieses hier:

OstDerby Ausgabe 1 - TitelblattUnd wer nicht bis morgen warten möchte, bis er die 3 Euro endlich investieren darf, der möge hier schon mal im Inhaltsverzeichnis schmökern ;-):

OstDerby Ausgabe 1 - Inhaltsverzeichnis

Rückrundenauftakt! Ein kleiner Februarausblick

3. Februar 2013 at 13:27

Die Winterpause befindet sich auf der Zielgeraden, und das ist auch gut so: nicht nur, weil dann demnächst hier im Blog wieder regerer Beitragsbetrieb herrscht, sondern natürlich auch und vor allem, weil es den Ersten FC Magdeburg in absehbarer Zeit wieder live im Punktspielbetrieb zu erleben gibt. Und da die diesbezügliche Vorfreude meinerseits groß ist, wage ich heute mal einen kleinen Ausblick auf die drei anstehenden Spiele im Monat Februar und prognostiziere gleich zu Beginn ganz kühn, dass wir am Ende des Monats mindestens sechs weitere Punkte auf der Habenseite verbucht haben werden ;-).

Der Form halber aber zunächst ein kurzer Blick zurück: die Winterpause bescherte uns nicht nur einen weiteren Neuzugang in Person von Telmo Teixeira-Rebelo, sondern auch einige erfolgreiche Hallenturniere und ein Wintertrainingslager in südlichen Gefilden. An dieser Stelle ein Riesendank an das Team von Sportfotos MD für eine tolle Vor-Ort-Berichterstattung aus der Türkei! Natürlich durften auch die obligatorischen Freilufttests nicht fehlen, wobei die Begegnungen im Trainingslager gegen unsere sächsischen Freunde aus Dresden und gegen die internationalen Vertreter Timisoara und Pavlodar für das Trainerteam sicherlich die aufschlussreichsten gewesen sein durfen. Davor wurde im kalten Deutschland noch gegen Goslar, Kassel und Sangerhausen getestet, wobei hier wohl vor allem Erkenntnisse über den konditionellen Zustand der Truppe zu gewinnen waren, ließ das Geläuf (besonders gegen Kassel) doch nur in sehr begrenztem Umfang planvolle spielerische Elemente zu.

Sei es drum. Was der ganze Aufwand letztlich wert war, muss sich nun also im Punktspielbetrieb zeigen, und hier bietet der Monat Februar durchaus einen fast schon repräsentativen Querschnitt durch die Liga. Den Auftakt macht, sofern das Wetter mitspielt, die Auswärtspartie beim VfB Auerbach (Tabellenplatz 8, 13 Spiele, 16 Punkte, 19:17 Tore). Auerbach führt gewissermaßen, tabellenplatz- und punktetechnisch, den zweiten Teil der Tabelle an und ist gleich zu Beginn, noch dazu als Gastgeber, der denkbar unbequeme Gegner. Angeführt vom Ex-Magdeburger Peter Otte kommt das Team aus dem Vogtland eher über den Kampf als über spielerische Klasse, und in der Vergangenheit taten sich unsere Ballvirtuosen mit einer derartigen Spielweise doch recht schwer. Im Hinspiel gab es einen 1-0-Erfolg, den dank der “Aktion 10.000” von unserem Block U insgesamt immerhin 7.899 Zuschauer live verfolgt haben. Ganz so viele werden es am 10.02. in Auerbach aber sicherlich nicht. Wohnen da überhaupt so viele Menschen ;-)? Aus dem Hinspiel bleiben die Erinnerungen an einen lächerlich schwach geschossenen Elfmeter von Christopher Reinhard, gute spielerische Akzente unsererseits und aber auch eine starke Anfangsphase der Auerbacher, in der unsere Hintermannschaft alles andere als souverän aussah. Mit Felix Schiller und dem glücklicherweise wieder genesenen Kevin Nennhuber haben wir hier aber Qualität dazugewonnen und ich glaube, dass sich die Mannschaft nicht noch einmal derart von Auerbach überraschen lässt. Mein Tipp für dieses Spiel: die tapferen Vogtländer kassieren gegen die Größten der Welt ihre zweite Heimniederlage und wir gehen mit einem knappen Auswärtssieg in die erste Heimbegegnung 2013.

Gegner am 17.02. wird der FC Carl Zeiss Jena sein (Tabellenplatz 2, 15 Spiele, 30 Punkte, 21:9 Tore), was für mich übrigens Anlass für ein erstes “Derbykompliment der Woche” im neuen Magazin OstDerby war, welches am 15.02. erstmalig erscheinen wird. Die Thüringer sind sicherlich auf dem Papier der anspruchsvollste und gleichzeitig auch der attraktivste Gegner im Monat Februar. Da ist es fast schon ein bisschen schade, dass das Spiel nicht zu einer wärmeren Jahreszeit stattfindet – die Witterung wird sicherlich etliches an Zuschauern kosten. Eine Prognose für dieses Spiel abzugeben fällt mir, ehrlich gesagt, recht schwer – ganz ähnlich wie seinerzeit gegen die Rasenballer aus Leipzig ist hier von glorreichem Sieg bis schallender Ohrfeige alles drin. Die Jenaer Auswärtsbilanz von drei Siegen in sieben Spielen ist sicherlich ordentlich, allerdings lassen 5 geschossene Auswärtstore die Knie jetzt auch nicht so übermäßig schlottern. Letztendlich wird das sicherlich so ein ganz typisches Tagesform-Spiel, weil ich schon glaube, dass Blau-Weiß im Großen und Ganzen spielerisch mit Jena mithalten kann – und weil uns vor allem mitspielende Mannschaften deutlich mehr liegen dürften als Betonkünstler ländlicherer Prägung. Man darf daher gespannt sein – das Hinspiel jedenfalls blieb, auch wenn ein Torerfolg ausblieb, in guter Erinnerung. Bleibt zu hoffen, dass der Jenaer Anhang in großer Zahl den Weg nach Sachsen-Anhalt antritt – schließlich sollte man sich eine kostenlose Unterweisung in Sachen Mannschaftssupport bei Heimspielen aus Thüringer Sicht nicht entgehen lassen :-P.

Den Abschluss des Monats Februar bildet die Auswärtspartie beim ZFC Meuselwitz (Tabellenplatz 4, 14 Spiele, 23 Punkte, 13:17 Tore) – mein, ja, ich muss es zugeben, absolutes Lieblingsauswärtsspiel. Ich finde, mindestens einmal im Leben muss man seine Mannschaft auf Auswärtsfahrt Richtung *Trommelwirbel* bluechip-Arena (!!!) begleitet haben: Das weite Feld hinter dem Gästeparkplatz. Das Wäldchen nebst rindenmulchbestreutem Trampelpfad gen Gästeeingang. Der Ticketverkaufscontainer. Der Ordner mit Megastandarte am Einlass. Die, ähm, engagierte Haupttribüne (der rotebrauseblogger würde, glaube ich, von “Sitzplatzultras” sprechen). Und nicht zuletzt: das ‘Wurstmonster’ in Form eines kettenbratwurstessenden jungen Mannes im Krokodilskostüm. Was wohlgemerkt, warum auch immer, das Vereinsmaskottchen sein soll. Aber hey. Ja, doch, Meuselwitz ist definitiv immer eine Reise wert und bekommt zu jeder Saison gleich immer ein dickes, rotes Kreuz im Terminkalender. Der Erste FC Magdeburg hat sich dort bisher allerdings eher nicht so mit Ruhm bekleckert und ein Blick auf die Heimtabelle der Meuselwitzer verrät, dass das wohl allen anderen Mannschaften in der Liga in dieser Saison dort genau so ging: bisher keine Heimniederlage und 10:3 Tore auf eigenem Platz sind doch recht ordentlich. Von daher wird auch unser Auftritt dort Ende Februar gegen eine Truppe, die sich im Saisonverlauf recht gut stabilisiert hat und zuhause eben immer ganz gut aussieht, sicher ein hartes Stück Arbeit. Ich denke aber, und da sind wir wieder bei der eingangs erwähnten Kühnheit, dass wir uns zum Monatsabschluss ruhig die drei Punkte gönnen können, zumal das Hinspiel im heimischen HKS dem Vernehmen nach eine deutliche Angelegenheit gewesen ist, die mit einem 3-0-Heimsieg endete. Und da wir ja alle wissen, dass jede Serie irgendwann mal reißen muss, darf das in Sachen Heimnimbus der Meuselwitzer am 24.02. gern gegen uns der Fall sein.

Mit dieser zugegeben recht ambitionierten Rechnung sollten also, wie gesagt, Ende Februar mindestens sechs weitere Punkte auf der Habenseite des Ersten Fußballclubs Magdeburg stehen. Und sollte es gegen Meuselwitz doch nicht den zweiten Rückrundenauswärtssieg in Folge geben, hab ich ja immer noch die Jena-Begegnung als Joker-Spiel ;-). In diesem Sinne: der Februar verspricht, spannend zu werden. Hoffen wir nur, dass uns Frau Holle und Konsorten keinen Strich durch die Rechnung machen.