Popular Tags:

Sommerschlaf

16. Juni 2016 at 20:31

So eine Sommerpause ist aus Vereinsblogger-Perspektive ja gleichermaßen angenehm wie anstrengend: Die ganze Saison über begleitest Du Deinen Verein, bist jedes Wochenende unterwegs, siehst die Spiele, schreibst anschließend drüber, regst Dich hier und da mal auf, freust Dich, fieberst mit und hast auf jeden Fall Woche für Woche (mindestens) ein Thema, über das es sich zu schreiben lohnt oder eine Rubrik im Blog, die sich einigermaßen sinnvoll befüllen lässt. Und zwar im dem Sinne, dass sich die interne Prüffrage, ob der Text, den man da veröffentlicht, irgendeinen Mehrwert bringt, noch ruhigen Gewissens mit „ja“ beantworten lässt. Meistens ist es sogar so, dass man gern noch viel mehr schreiben möchte, aber schlicht und ergreifend die Zeit fehlt, weil man ja irgendwie auch noch Geld verdienen muss und der Blog nun mal nicht die Brötchen auf den Tisch bringt. Aber zurück zum Thema, der Sommerpause. Gerade hatte man noch kindlich begeistert von der neuen Liga und dem grandiosen Saisonstart im Profifußball geschrieben (Profifußball! Mit dem Club! Dass man das tatsächlich noch erleben darf!) und zack! ist die Spielzeit auch schon wieder rum. Und plötzlich ist da – nichts. Kein Spiel, keine Nachricht, kein Aufreger, nicht mal ein spektakulärer Transfer oder ein unerwarteter Abgang. Einfach Pause. Als wäre die blau-weiße Welt einfach stehen geblieben.

Social Media in Liga 3 – Saison 2016/2017

8. Juni 2016 at 20:01

Die Saison 2016/2017 beschert der 3. Liga mit Duisburg, Frankfurt, Paderborn, Lotte, Regensburg und Zwickau nicht nur sechs neue/alte Bekannte, sondern tatsächlich auch einiges an Blog-Prominenz: Von Trainer Baade kann man mit Fug und Recht behaupten, dass er in der deutschsprachigen Fußball-Blogosphäre so etwas wie eine Institution ist; auch Kees Jaratz‘ Zebrastreifenblog wird dem einen oder der anderen möglicherweise bereits etwas sagen. Und dann wäre da natürlich noch der Blog Schwarz und Blau zum SC Paderborn, auf dem es noch vor 2 Spielzeiten um die Bundesliga ging und der damit höchstwahrscheinlich der erste Fußballblog Deutschlands ist, der innerhalb von drei Jahren in drei unterschiedlichen Spielklassen aufdribbelt. Wie es Social-Media-mäßig in der Spielzeit 2016/2017 sonst so aussieht, verrät die nachfolgende Auflistung.

Buchbesprechung: “1. FC Magdeburg Fußballfibel” 

2. Juni 2016 at 19:52

“Bibliothek des Deutschen Fußballs” und “Fußballfibel” – zwei Begriffe, die bei mir zunächst erst einmal durchaus unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Da ist zum einen der Verweis auf eine thematisch einschlägige Bibliothek, also auf eine Sammlung der wichtigsten Bücher in einem bestimmten Bereich, hier: dem Fußball. Und die damit (sicherlich nicht ganz unabsichtlich) verbundene Aufforderung: “Will man mitreden können, sind es genau diese Werke, die man gelesen haben muss!” Auf der anderen Seite steht die Fibel, die man wahrscheinlich erst einmal mit dem ersten Lesebuch in der Grundschule verbindet und bei der man erst im zweiten Moment auf die Idee kommt, dass damit auch ein Nachschlagewerk gemeint sein könnte. Dementsprechend gespannt war ich also, was mich wohl bei der Lektüre von Jente Knibbiches Fußballfibel zum 1. FC Magdeburg erwarten würde, die bei CULTURCON medien in ebenjener Reihe “Bibliothek des Deutschen Fußballs” erschienen ist: Jede Menge Statistiken? Alle Details zum Verein, ausgeleuchtet bis in den letzten Winkel? Ein Monumentalwerk epischen Umfangs? 

„Die ganze Welt kennt Deinen Namen…“

22. Mai 2016 at 12:06

Saisonrückblick 2015/2016

Im Laufe der Spielzeit 2015/2016 wurden in Bezug auf den 1. FC Magdeburg und die Premiere des Vereins im gesamtdeutschen Profifußball jede Menge Superlativen bemüht – und das auch vollkommen zu Recht. Knapp 12 Monate nach dem erfolgreichen Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga in Offenbach beenden die Größten der Welt die Drittligasaison auf einem überragenden 4. Platz. Das bedeutet nicht nur die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal in der Folgesaison, sondern auch die drittbeste Platzierung aller acht Vereine der neuen Bundesländer, die sich in der Saison 2015/2016 in der 3. Liga die Ehre gaben. Ganz nebenbei landet man außerdem noch unter den Top 40 deutschen Proficlubs und steigerte seinen Zuschauerschnitt von 8.577 in der Vorsaison um fast 10.000 Menschen durchschnittlich (!) auf 18.393. Für einen Verein, der nach der Wiedervereinigung 25 Jahre in der Versenkung des deutschen Amateurfußballs verbracht hat, ist diese Leistung gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Kollateralschaden

19. Mai 2016 at 13:22

Hallescher FC – 1. FC Magdeburg, Landespokalfinale 2016, 2:1 (1:0)

„Größe zeigen“ kann ja auch heißen, mal einen Schritt zurückzutreten und denjenigen eine Chance zum Glänzen zu geben, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Sollte das der Plan gewesen sein, haben die Größten der Welt ihn im FSA-Pokal-Finale 2016 recht eindrucksvoll umgesetzt und dem Halleschen FC dank einer der eher mäßigeren Saisonleistungen den insgesamt achten Landespokaltriumph beschert. Nüchterner betrachtet, hat an einem an Skurrilitäten nicht gerade armen Pokalabend die giftigere, wachere und engagiertere Mannschaft gewonnen. Das ist aus blau-weißer Sicht zwar ärgerlich, andererseits muss man die Leistung des HFC aber eben auch anerkennen. Und angesichts der Tatsache, dass man nach einer überragenden Saison ohnehin bereits für den DFB-Pokal qualifiziert war, kann man die Niederlage sicherlich auch schnell verschmerzen. Ein würdiges Finale war es ohnehin, dank allerlei Aufregern auf wie neben dem Platz und einer Schlussphase, die wider Erwarten dann doch noch einmal spannend wurde. 

So jung kommen wir nicht mehr zusammen

15. Mai 2016 at 17:27

1. FC Magdeburg – Würzburger Kickers, 38. Spieltag, 0:1 (0:1)

Und da ist er wieder, der Magdeburger Größenwahn – aber warum eigentlich auch nicht? Der 1. FC Magdeburg beendet seine erste Drittliga-Saison auf einem mehr als nur großartigen vierten Platz, ist damit unter den Top 40 deutschen Profiteams und wird in der kommenden Spielzeit definitiv im DFB-Pokal vertreten sein. Und dort selbstredend für Furore sorgen – selbst Bayern-Fans blicken offenbar schon sorgenvoll auf die Auslosung. Bis die Abschlussplatzierung aber feststand und nicht nur im Heinz-Krügel-Stadion, sondern auch auf den anderen Plätzen der Republik der erlösende Schlusspfiff ertönte, hatten die Größten der Welt in der 38. Runde einen harten Brocken Arbeit vor sich und bissen sich an sehr guten Würzburgern und der eigenen Chancenverwertung letztendlich die Zähne aus. Und trotzdem: selten fühlte sich eine Heimniederlage so verdammt gut an!

Spieltagsvorschau: Würzburger Kickers (H)

13. Mai 2016 at 16:44

3. Liga, 38. Spieltag, 14.05.2016

Vorhang auf für das letzte Punktspiel in der Saison 2015/2016! In der 38. Runde empfangen die Größten der Welt die Würzburger Kickers. Für erstere geht es dabei um nicht weniger als die Verteidigung des 4. Tabellenplatzes und damit um die direkte DFB-Pokal-Qualifikation, letztere schicken sich an (einen erfolgreichen Verlauf der Relegationsspiele vorausgesetzt), mal eben in die 2. Bundesliga durchzumarschieren. Am Ende der Spielzeit in einer Liga, die für beide Kontrahenten gleichermaßen Neuland bedeutete, geht das sicherlich als mittelgroße Sensation durch. Sensationell ist auch der Zuschauerzuspruch für die auf absehbare Zeit erst einmal letzte Begegnung im Heinz-Krügel-Stadion: Deutlich über 20.000 Karten gingen bereits über den Ladentisch, für einen zuschauertechnisch angemessenen Rahmen ist also gesorgt. Nun liegt es an beiden Mannschaften, diesen Rahmen auch zu füllen; Blau-Weiß hat dabei die Möglichkeit, einer in eigentlich allen Belangen sensationellen Spielzeit das i-Tüpfelchen zu verpassen. Packen wir es also an und beenden wir die Punkterunde genauso, wie wir sie auch begonnen haben: mit einem Heimsieg.

Abschlussfahrt

8. Mai 2016 at 19:04

VfB Stuttgart II – 1. FC Magdeburg, 37. Spieltag, 0:1 (0:0)

Kinder, wie die Zeit vergeht! Hatten wir uns nicht gerade erst im Glutofen ‚Bruchwegstadion‘ am 2. Spieltag der Saison 2015/2016 den ersten Fußball-Sonnenbrand der neuen, sehr aufregenden Spielzeit geholt? Gegen den VfB Stuttgart II gab es nun erneut einige knallrote Gesichter (und Oberkörper), aber nicht, weil die Größten der Welt beschämend schlechten Fußball gespielt hätten, sondern weil uns abermals die vollen 90 Minuten die Sonne ins Gesicht strahlte – diesmal allerdings beim letzten Auswärtsauftritt in unserer Drittliga-Premierensaison. Schon irre. Wusste man damals noch gar nicht so recht, was man von der Liga und vor allem dem Leistungsstand des eigenen Teams im Vergleich zur Konkurrenz so halten sollte, hat man nun sogar das Erreichen des 4. Tabellenplatzes am Saisonende in der eigenen Hand. 1:0 endete die Partie am 37. Spieltag aus Magdeburger Sicht, und das bei sommerlichen Temperaturen gegen eine bereits abgestiegene Stuttgarter Zweitvertretung auch vollkommen verdient.

Spieltagsvorschau: VfB Stuttgart II (A)

6. Mai 2016 at 12:34

3. Liga, 37. Spieltag, 07.05.2016

Auf geht’s zur letzten Tour in unserer Profifußball-Premierensaison! Das Ziel diesmal: das Gazi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart, in dem die Größten der Welt in dieser Spielzeit schon einmal ihre Visitenkarte abgaben. Hieß der Gegner am 8. Spieltag noch „Stuttgarter Kickers“, erwartet uns diesmal die Bundesliga-Reserve des VfB. Für die Stuttgarter geht es in dieser Saison sportlich um nichts mehr, sieben Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz sind bei sechs noch auszuspielenden Zählern nicht mehr aufzuholen. Aus den letzten 6 Partien gab es lediglich einen Punkt gegen den VfR Aalen, ansonsten kassierte man in dieser Spanne insgesamt 10 Gegentreffer und war nur zweimal selbst erfolgreich. Klingt also eigentlich machbar für den 1. FC Magdeburg, der seinerseits zum Saisonende noch einmal Gas gibt und den zuletzt guten Ergebnissen sicher ein weiteres in Stuttgart folgen lassen will.

Die Stadien der Anderen, Teil 11

4. Mai 2016 at 20:14

Stadion an der Gellertstraße, Chemnitz

Bevor es am 07.05. zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Stuttgart geht, wird es langsam mal Zeit für eine Fortsetzung der „Die Stadien der Anderen“-Reihe und einen Blick zurück auf den Besuch in Chemnitz Anfang Februar. Es ging in das altehrwürdige „Stadion an der Gellertstraße“, wobei ‚altehrwürdig‘ eigentlich gar nicht der richtige Ausdruck ist, befindet sich doch an der Stelle der 1934 errichteten Spielstätte inzwischen ein Stadionneubau mit einer Kapazität von 15.000 Plätzen. Beim Besuch der Größten der Welt war vieles, aber längst noch nicht alles fertig; in jedem Fall ist die Heimspielstätte des Chemnitzer FC aber schon ein Schmuckkästchen geworden und überhaupt kein Vergleich zur alten Anlage mit ihrer eher unwirtlichen Gästekurve.